Rotary-Club Dorsten

Dorstener Rotarier laden zum Benefizkonzert für syrische Flüchtlinge ein

Seit acht Jahren herrscht in Syrien Krieg. 1,5 Millionen Syrer suchen im Nachbarland Libanon Schutz. Diesen Flüchtlingen möchten die Dorstener Rotarier mit ihrem Benefizkonzert helfen.

Die Mitglieder des Rotary-Clubs Dorstens widmen ihr Engagement der Förderung von Kindern und Jugendlichen. Deswegen passt die Unterstützung der syrischen Flüchtlingsfamilien in den Lagern im Libanon gut ins Profil.

"Über private Kontakte haben wir die ehrenamtlich und humanitär arbeitende Jasmin-Hilfe kennengelernt, die sich seit ihrer Gründung im Herbst 2013 für das Überleben der Flüchtlinge in Syrien und im Libanon einsetzt", berichtet Rotarierin Inge Holtkamp. Der Schwerpunkt der Jasmin-Vereinsarbeit liege in der Betreuung von derzeit neun Flüchtlingscamps in der Bekaa-Ebene mit mehr als 3000 Personen - mehrheitlich Kinder.

Im Herbst 2018 berichtete Marlene Abbara, Vorsitzende der Jasmin-Hilfe, den Dorstener Rotariern in einem beeindruckenden und berührenden Vortrag von den harten Lebensbedingungen vor Ort: Aus Latten und Werbeplanen müssen sich die Flüchtlinge ihre Unterkünfte selber bauen und dem Bauer, auf dessen Feld sie "wohnen", Miete zahlen. Auch Strom, Wasser und Lebenshaltung müssen bestritten werden. Da kommt jede Hilfe recht.

"Wir haben uns nach dem Vortrag sofort dazu entschlossen, 100 Kleidungscoupons zu finanzieren, damit sich die Kinder in den Camps eine Winterjacke und feste Schuhe besorgen konnten", berichtet Inge Holtkamp. Als zweiten Schritt hat der derzeitig amtierende Dorstener Rotary-Präsident Dr. Martin Reinhardt das Benefiz-Konzert organisiert, das am 5. April (Freitag) um 19 Uhr in der Klosterkirche der Ursulinen, Ursulastraße 8-12, stattfindet.

Fünf Exil-Musiker spielen ohne Gage

Hauptakteur ist das "Damascus String Quintet" (DSQ). Die fünf Exil-Musiker des syrischen Nationalorchesters (alles Streicher) spielen syrische, arabische, orientalische, aber auch zeitgenössische Musik - und das ohne Gage. Sie sind ein überzeugendes Beispiel für das friedliche Syrien, dem Land der Kultur und Musik.

In der Pause wird in der Aula des St.-Ursula-Gymnasiums syrisches Fingerfood von syrischen Flüchlingsfrauen angeboten.

Der komplette Erlös geht über den Verein "Jasmin-Hilfe" direkt in die Flüchtlingslager im Libanon. "Es ist kaum auszuhalten, sich vorzustellen, dass man mit seinen Kindern mehrere Jahre in einem Flüchtlingscamp leben muss und diese dort keinerlei schulische Bildung erfahren", meint Inge Holtkamp und fragt sich, was aus diesen Kindern werden soll.

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