Schützenfest

Dirk Grünheit neuer König in Altendorf-Ulfkotte

Altendorf-Ulfkotte - Es war ein zähes Ringen um die Königswürde in Altendorf-Ulfkotte. Um 15 Uhr holte schließlich Dirk Grünheit den letzten Vogelrest von der Stange. Königin wurde Nadine Winkel.

Es ist selten, dass jemand gleich zwei Mal in einem Jahr quasi den Vogel abschießt. Dirk Grünheit in Altendorf-Ulfkotte gelang dieses Kunststück: Nachdem er nämlich bereits als Co-Trainer maßgeblichen Anteil am Aufstieg des Fußballvereins SV Altendorf hatte, gewann er am Montag auch das zähe Ringen um die Königswürde im Dorf. Zu seiner Königin erkor er sich Nadine Winkel, die die Freudentränen darüber nicht zurückhalten konnte.

Super-Stimmung herrschte an allen Tagen

In Altendorf-Ulfkotte wird bekanntermaßen nur alle drei Jahre das Schützenfest gefeiert - dann aber umso ausgelassener. Super-Stimmung herrschte an allen Tagen und dies war sicherlich auch ein Grund dafür, dass in diesem Jahr richtig viele Schützenbrüder ernsthaft Bock verspürten, für die nächsten 36 Monate die Regentschaft anzutreten. Neun Königsaspiranten waren zunächst im Finale dabei, übrig blieben immerhin noch die "Glorreichen Sieben": Christian Winkel, Peter Lecher, Franz-Josef-Winkel, Dirk Franke, Markus Breil, Timo Weiß und Dirk Grünheit.

Anwärter lieferten sich ein heißes Gefecht

Sie lieferten sich ein heißes Gefecht, die Zahl der abgegebenen Schüsse hielt am Ende keiner mehr nach, es dürften so um die 400 gewesen sein. Zuvor hatten sich Christoph Bönig (Reichsapfel), Christian Fockenberg (Zepter), Jörg Duddek (Krone), Alex Stüer (rechter Flügel) und Philipp Beckmann (linker Flügel) die Insignien ergattert. Wohl dem, der beim Finale einen freien Platz unter einem der Schirme gefunden hatte. Kein Wölkchen trübte den Himmel, die Sonne knallte erbarmunglos, hinter dem Vogelfang öffnete sich der Blick auf vertrocknete Maisstauden und braun-verbrannte Böden. Als dann auch noch die Kirchhellener Blasmusik ein Gospel-Medley anstimmte, war das Südstaaten-Prärie-Feeling komplett.

Nur die Späne rieselten

"Neue Runde, neues Glück", kündigte Moderator Berthold Dahlhaus immer wieder an, es wurden schließlich viele Runden. Ganz gleich, wer auf den bis zum Finale bereits arg zerrupften Vogel schoss, ob Major Markus Breil oder Timo Weiß (die die meisten Anfeuerungsrufe verbuchen konnten), der ewige Anwärter und auch diesmal erfolglose Schützenpräsident Franz-Josef Winkel oder die anderen Konkurrenten: Bis auf einen satten Schuss von Dirk Franke rieselten zumeist nur Späne hinunter. Bis Dirk Grünheit ein Einsehen hatte und um Punkt 15 Uhr das wartende Schützenvolk erlöste. Riesenjubel - und die Altendorfer Party des Jahres konnte im Schützenzelt weitergehen.

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