Seit dem 1. Januar

Christian Pfeifer ist der neue Förster

Dorsten - 122 Waldbesitzer haben seit dem 1. Januar einen neuen Ansprechpartner: Christian Pfeifer. Der Förster ist der Nachfolger von Bernhard von Blanckenburg. Der Start in seinem neuen Revier begann anders als erwartet.

"Ich habe gedacht, dass es erst einmal ruhig losgeht und ich mit dem Auto ein bisschen durchs Revier fahre", sagt der 45-Jährige lachend. Pustekuchen. "Von der ersten Stunde an war ich ausgebucht." Viele Waldbesitzer wollten "den Neuen" gerne schnell persönlich kennenlernen, hatten aber auch direkt Arbeit für ihn. Holz sollte vermessen, Termine für die Durchforstung abgesprochen werden.

Für Christian Pfeifer ist dieser schnelle persönliche Kontakt eine erfreuliche Überraschung. Denn das ist einer der Gründe, der ihn bewogen hat, nach 16 Jahren das Regionalforstamt Niederrhein und sein Revier Leucht in Alpen zu verlassen und nach Dorsten zu wechseln. Dort hat er einen Staatswald betreut. "Ich hatte also nur einen Waldbesitzer, und zwar das Land. Jetzt freue ich mich auf die Ideen und Vorstellungen, die die vielen verschiedenen Waldbesitzer von ihrem Wald haben, und auf die Gespräche mit ihnen", sagt er.

Neue Baumarten

Sein Ziel: gemeinsam mit den Waldbesitzern den Wald zukunftsfähig und stabil aufzubauen, gerade mit Blick auf die Erwärmung des Klimas. "Wir müssen immer mehr über neue Baumarten nachdenken, die es in Dorsten und dem Münsterland bisher selten gibt, wie die Roteiche, Weißtanne und die Atlas-Zeder", sagt er. Der Wald müsse möglichst vielfältig sein. "Wir können jetzt nicht nur Eichen pflanzen, weil es für dieses Holz gerade viel Geld gibt, weil wir einfach nicht wissen, was in 150 Jahren ist."

Mit neuen Baumarten für die Region hat er viel Erfahrung: Als der Orkan Kyrill 2007 durch den Wald in Leucht fegte, fielen dort in einer Nacht so viele Bäume wie sonst in zehn Jahren gefällt werden. "Das war sehr viel Arbeit. Aber nach zwei Jahren haben wir gesehen, dass dieser Orkan auch eine Chance ist und den ersten und damals einzigen Klimawald in NRW gepflanzt. Dort wachsen zum Beispiel Mammutbäume."

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