Spielwarenkette

Intertoys-Filiale in Dorsten schließt ihre Ladentüren

Dorsten - Dorstener Kinder müssen jetzt ganz stark sein: Die Spielwarenkette "Intertoys" macht ihre Läden dicht, auch die Filiale in der Recklinghäuser Straße. Noch gibt es aber etwas Aufschub.

"Wir räumen auf - 50 Prozent auf ausgewählte Artikel", verkünden seit geraumer Zeit die Werbeschilder. Doch bald wird das Sortiment der Intertoys-Filiale in der Recklinghäuser Straße nicht nur auf-, sondern komplett geräumt: Die niederländische Spielwarenkette Intertoys schließt ihre Läden in Deutschland, und damit auch die Niederlassung in Dorsten.

Zeitpunkt der Schließung nicht bekannt

Alle 23 Filialen mit Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen sollen spätestens bis zum 31. Januar kommenden Jahres ihren Betrieb einstellen, teilte ein Unternehmenssprecher in Amsterdam mit. Wann das Dorstener Ladenlokal geräumt wird und zu welchem Zeitpunkt die Dorstener Beschäftigten gekündigt werden, ob man noch das Weihnachtsgeschäft abwartet: All das ist nicht bekannt. Die betroffenen Dorstener Mitarbeiterinnen wollten gegenüber unserer Zeitung zu der Schließung nicht Stellung nehmen: "Wir dürfen dazu nichts sagen", hieß es in der Filiale. Sie verwiesen für Informationen auf das holländische Pressebüro "La Plume Media".

Acht Stellen sind in Dorsten betroffen

Dessen Direktorin Veerle Focke teilte auf unsere Anfrage mit, dass "in Zusammenhang mit der Übergabe der Immobilien einzelne Läden auch schon früher schließen" könnten. Wann der Mietvertrag in Dorsten ausläuft, gab sie aber nicht bekannt. Betroffen seien bundesweit insgesamt rund 250 Mitarbeiter und Hilfskräfte, deren Jobs gestrichen würden. In Dorsten gibt es laut Veerle Focke eine Vollzeit-, eine Teilzeitstelle und sechs Hilfskräfte.

Zu wenig Umsätze gemacht

Das Unternehmen begründet die Schließungen damit, dass die mit dem Geschäftsbetrieb in Deutschland erzielten Umsätze nicht mehr ausreichten, um den Aufwand und die Kosten zu decken. In Dorsten war das Geschäft am Donnerstagmorgen kurz nach Öffnung eigentlich gut von Kunden besucht. Fakt ist aber auch, dass mit den Spielzeugabteilungen von "Kaufland" und "Müller" im Mercaden-Einkaufszentrum gerade in der Dorstener Innenstadt große Konkurrenz entstanden ist.

Seit 2001 in Dorsten gewesen

Die Spielwarenkette, die nach eigenen Angaben Marktführer in den Niederlanden ist, hatte 1996 ihre erste Filiale in Deutschland eröffnet. 2001 übernahm sie am Standort Recklinghäuser Straße in Dorsten das zuvor seit 1998 vom damaligen DIA-Vorsitzenden Günter Fricke geleitete Traditionsgeschäft "Spielwaren Eiling". Fricke selbst blieb noch eine Zeitlang als Intertoys-Angestellter im Geschäft.

Bereits im Vorjahr hatte es Gerüchte über eine drohende Schließung der Dorstener Filiale gegeben. Kurz zuvor war das komplette Spielwareneinzelhandelsunternehmen "Intertoys" mit seinen Tochterfirmen von dem Investor "Alteri" aufgekauft worden.

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