Stadt Dorsten warnt vor unseriösen Werbern

Mehrere Firmen versuchen, Werbeanzeigen zu verkaufen

Dorsten - Im Moment sind mehrere unseriöse Werbefirmen in Dorsten unterwegs, heißt es von der Pressestelle der Stadt. Pressesprecherin Lisa Bauckhorn warnt vor der Masche der Unternehmen.

Dorstener Firmen erhalten Anrufe und Faxe mit der Aufforderung, eine Informationsbroschüre der Stadt mit ihren Werbeannoncen zu finanzieren. Häufig sind die Nummern unterdrückt, die Anrufer versuchen, mehrfach am Tag Druck aufzubauen, damit Gewerbetreibende überteuerte Anzeigen in sinnlosen Prospekten schalten - eine Methode, die leider immer noch von Erfolg gekrönt sei: In aller Regel binden sich die Inserenten über mehrere Jahre an die Publikation, deren Insertionskosten dann jährlich immer wieder aufschlagen.

Kündigung ist schwierig

Aus solchen Verträgen herauszukommen, sei fast unmöglich, so die Stadt in der Pressemitteilung. Weder die Bürgerfibel noch die Tipps und Informationen für Frauen oder sonstige werbefinanzierte Broschüren werden derzeit seitens der Stadt in Zusammenarbeit mit einem Verlag herausgebracht: Die bei den Anrufen benannte Kooperation ("im Auftrag der Stadt Dorsten") sei eine absolute Lüge, weder eine Kooperation noch ein Auftrag seien städtischerseits erteilt worden.

Winzige Anzeige kostet 400 Euro

"Alle Gewerbetreibenden und Dienstleister, deren Werbeanzeigen in echten städtischen Publikationen die Herausgabe finanziert haben, werden dabei angesprochen. Sie sollten daher besonders aufpassen, ob sie die per Fax versandten Offerten, die geschickt aufgemacht sind und dazu verleiten sollen, den vermeindlichen Korrekturabzug freizugeben, überhaupt in Auftrag gegeben haben", so die Stadt. Leicht koste eine winzige Anzeige rund 400 Euro und mehr, der angebliche Bürgerinformationsfolder werde dann in kleinster Auflage hergestellt und auch verteilt - aber da das Werk keinen realen Hintergrund habe, sei es nicht nur für die Anzeigenkunden wertlos, sondern auch für die Bürger.

In den vergangenen Wochen hatten Werbeverlage aus Pilsen, London und Süddeutschland zahlreiche Dorstener Unternehmen angesprochen, derzeit ist noch mindestens ein weiterer unseriöser Verlag auf das Pferd aufgesprungen.

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