Straßenfest rund um den Hervester Bahnhof

Feier auf der "Insel inmitten der Großbaustelle"

Hervest - Viele Besucher feierten gemeinsam das Straßenfest rund um den Bahnhof Hervest-Dorsten. Sie ließen keinen Zweifel daran, dass sie die Entwicklung ihres Stadtteils nicht dem Zufall überlassen.

"Wir hätten heute auch gerne die Eröffnung der Bismarckstraße gefeiert, aber soweit ist es ja leider noch nicht." Vor dem alten Hervester Bahnhofsgebäude am fast fertiggestellten Holzplatz begrüßte Werner Springer die zahlreichen Gäste, die auf Einladung der Initiative Zukunft Marienviertel am Sonntagnachmittag auf der "Insel inmitten der Großbaustelle" ein Straßenfest feierten.

Alle halfen mit

Alle halfen mit: "Wir sind seit 8 Uhr auf den Beinen", klettete Ulla Busch vom Orga-Team noch schnell ein letztes WC-Hinweisschild am Zaun an, bevor die Blasmusik St. Marien den musikalischen Auftakt zum Festbeginn herausposaunte. Mitglieder der Moschee-Gemeinde schabten an ihrem Imbissstand das Fleisch vom Döner-Spieß, in den Räumen der Freien Kirchengemeinde dufteten Kaffee und Kuchenplatten. Der Hervester Löschzug I präsentierte sich und seine lebensrettende Arbeit, während am Grillstand nebenan der Bratwurst-Chef die Glut anheizte.

Volles Programm

Am Bahnhofsvorplatz drehten die Frauen des Kulturkreises St. Marien am (Glücks)-Rad. Und während sich die Kinder am Schminkstand Tiger oder Schmetterlinge ins Gesicht malen ließen, rasten auf der Bobby-Car-Piste die kleinen Rennfahrer um die Wette. Allen Aktiven ist eines gemeinsam: Sie wollen an der Zukunft ihres Quartiers mitwirken, auf die städtebauliche Entwicklung Einfluss nehmen.

Den Anstoß zu regelmäßigen Stadtteilgesprächen, Arbeitsgruppen und Veranstaltungen kam von der Initiative Zukunft Marienviertel. "Wir sind dankbar, dass die Initiative auf uns zugekommen ist", plädiert Bürgermeister Tobias Stockhoff für die Kooperation von Stadtverwaltung und Bürgerbeteiligung.

Ein oft mühsamer, aber unerlässlicher Weg, um die Zukunft zum Wohle aller Beteiligten zu gestalten. Deswegen sein Appell an die Festgäste: "Wirken Sie mit. Denn Sie sind es, die hier wohnen." Viele nutzten die Möglichkeit, sich am Stand der Projektgruppe des Instituts für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen über erste Planungsideen für die Quartiersentwicklung zu informieren.

"Einiges ist schon passiert, aber vieles muss im Viertel auch noch geschehen", freute sich Maria Hoffrogge, Sprecherin der Initiative, über die große Beteiligung am Straßenfest. Der kurze heftige Regenschauer verhagelte den Besuchern die gute Laune nicht. Schnell strahlte die Sonne wieder, genau wie die kleine Nora, die beim Glücksrad-Drehen einen Hauptpreis, ein schönes Malbuch für Haustiere, gewonnen hatte.

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