Stuben-Revival

Party-Hommage an eine unvergessene Dorstener Szene-Kneipe

Dorsten - Guido Harding lädt zur dritten "Godde Stowe"-Revival-Party in den Treffpunkt Altstadt ein - mit vielen Erinnerungen an die wilden Zeiten von damals.

Wo jetzt ein "Handy-An- und Verkauf" und ein Fingernagel-Studio ihre Geschäfte betreibt, tobte mehr als 20 Jahre lang das "Szene-Leben" in Dorsten: Legionen von jungen Leuten standen davor oder saßen in einer Kneipe am oberen Ende der Lippestraße herum. "De godde Stowe", kurz die "Stube" genannt, hieß das Lokal - und die alten "Stubis" werden bald wieder gemeinsam in Erinnerungen an alte Zeiten schwelgen können.

Denn der Dorstener Guido Harding, Petrinum-Abi-Jahrgang 1977, wird am Samstag (7. Juli) erneut eine "Stuben-Revival-Party" auf die Beine stellen. Ende 2010 und 2015 hatte er bereits zwei Party-Hommagen an die "Godde Stowe" organisiert. "Damals hatten sich viele Gäste glücklich in die Vergangenheit katapultiert", sagt er.

Diesmal eine Summer-Edition

Diesmal lädt er zu einer "Summer Edition" in den Treffpunkt Altstadt (Auf der Bovenhorst 9) ein. Der Treffpunkt ist Mitveranstalter, sorgt für Essen und Getränke. "Der Überschuss aller Einnahmen kommt deshalb kommt komplett der Jugendarbeit des Hauses zugute", so Guido Harding. Diesmal beginnt die Veranstaltung schon um 15 Uhr. "Damit will ich den Ex-Stubies, die von weither kommen, die Gelegenheit geben, sich mit alten Bekannten in chilliger Atmophäre zu unterhalten", sagt er - bevor es dann abends in eine rauschende Party übergeht.

Goldene Zeiten der Rock-Musik

Auch diesmal will Guido Harding das Flair der Kneipen-Legende, die von Mitte der 1960er bis Mitte der 1980er für viele der damals 15- bis 35-jährigen Dorstener das zweite Wohnzimmer war, nachbilden. Mit alkoholischen Mix-Getränken von damals (Korn-Cola, Altbierbowle etc.), mit alten Stuben-Bildern und natürlich mit der Musik, die in den "Goldenen Zeiten" der Rock-Musik aus der Stuben-Jukebox ertönte. "Ein Gast wird sogar den alten Schriftzug mitbringen, der über der Eingangstür hing", kündigt Harding an. Und das Stuben-Wappen von damals darf auch nicht fehlen.

Mehrere Hundert Gäste erwartet

Jeweils mehrere Hundert Gäste feierten vor fünf und acht Jahren bis in die Morgenstunden, Guido Harding hofft, dass es diesmal genauso viele werden. Über Facebook, Mail-Kontakte und Mund-zu-Mund-Propaganda hat Guido Harding schon reichlich Werbung gemacht. Platz genug ist jedenfalls vorhanden. Zwei Theken wird es geben, im großen Saal kann getanzt werden, im Café-Bereich und im Vorraum ist es ruhiger."Das soll eine Ü40-Party werden", kündigt er an, eine Veranstaltung für eine "geschlossene Nutzergruppe", wie er es formuliert. "Mitgebrachte Partner können aber auch jünger sein", verspricht er Ausnahmen bei der Einlasskontrolle. Für ihn selbst hatte die Kneipe, die bei vielen Dorstenern wegen dort ebenfalls verkehrender Leute aus dem Drogen-Milieu aber auch schwer verrufen war, einen ganz besonderen Stellenwert: "Damals war den Gästen egal, wer was beruflich machte, Hauptsache, man grenzte sich von den spießigen Dorstenern ab", sagt er.

Karriere gemacht

Und heute? Haben viele der ehemaligen Stubies selbst Karriere gemacht. Guido Harding beispielsweise ist Geschäftsführer von Sound Service, einer renommierten Vertriebsfirma für Instrumente und Musikzubehör aus aller Welt, und Mitglied im Lions Club Dorsten-Hanse.

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