Theaterpremiere

Theater-AG des Gymnasiums Petrinum in Dorsten führte "Die Welle" auf

Ein Stück, das von der Thematik aktueller denn je ist, hat sich die Theater-AG des Gymnasiums Petrinum für ihr erstes Projekt ausgesucht. "Die Welle" feierte am Mittwochabend Premiere.

"Wir haben Wert daraufgelegt, dass wir ein Stück auswählen, in dem sich die Schüler selbst wiederfinden können", erzählt Thomas Boos, der ehrenamtlich zusammen mit den Lehrerinnen Janet Weißelberg und Caroline Wiesweg die Regie übernommen hatte. "Zudem gibt es keine richtige Hauptrolle, sondern alle Rollen sind in etwa gleich gewichtet." Und so adaptierten elf Schüler die Geschichte über das gefährliche Experiment in einer amerikanischen High School und brachten damit das Publikum in der Aula des Gymnasiums Petrinum zum Nachdenken.

Gefährliches Eigenleben

Erzählt wurde die Geschichte, wie eine Lehrerin ihren Schülern vermitteln möchte, welche Macht eine Gruppe entwickeln kann, um zu verdeutlichen, was in der Nazi-Zeit in Deutschland passiert ist. Disziplin und Gemeinschaftssinn wurden als neue Tugenden in der Klasse einstudiert. Doch was zunächst als harmloses Experiment beginnt, entwickelt recht schnell ein gefährliches Eigenleben.

"Mit der Schule eng verbunden gefühlt"

Dass das Stück nun aufgeführt wurde, entspringt einer Initiative vom Architekten Thomas Boos. Denn eine Theater-AG gab es schon viele Jahre nicht mehr am Petrinum. Boos erinnert sich heute gerne an die damalige Theater-AG zurück, die zu seiner Schulzeit ins Leben gerufen wurde. Auf der großen Jubiläumsfeier des Petrinums vor zwei Jahren kam dann die Idee, diese AG wiederzubeleben. "Ich habe mich immer mit der Schule eng verbunden gefühlt und wollte an alte Traditionen anknüpfen", so der ehemalige "Petrinese". Zusammen mit Janet Weißelberg und Caroline Wiesweg startete Thomas Boos mit Beginn des neuen Schuljahrs im Sommer 2018 die AG.

Schnell fanden sich elf motivierte Schüler aus den Jahrgangsstufen 10 bis 12. Einmal die Woche wurde nachmittags geprobt. "Zunächst mit Stimm- und Bewegungsübungen. Als das Stück dann im Oktober feststand, wurden die Szenen geprobt", berichtet Thomas Boos.

Die Premiere am Montagabend glückte und Thomas Boos kann sich gut vorstellen, auch im nächsten Jahr die Theater-AG fortzuführen. Zu schade wäre es, wenn dieses außerschulische Angebot nicht weitergeführt würde.

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