Verbraucherberatung

Verbraucherberatungsstelle half in 2018 in fast 3600 Fällen Dorstener Bürger

Wenn Verbraucher Probleme haben, ist die Dorstener Beratungsstelle die richtige Anlaufstelle. 2018 half sie in fast 3600 Verbraucheranliegen und bot 580 Rechtsberatungen an.

Bei vielen Anliegen war die Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr Anlaufstelle für Fragen und Probleme. Denn in einigen Branchen gelinge es Einzelnen immer seltener, ihre Anliegen selbstständig beim Anbieter vorzubringen, heißt es im Jahresbericht.

Beliebt war die Beratungsstelle auch 2018: Ihre Angebote halfen, sich gegen Ungerechtigkeiten zu wappnen und zu wehren. "Damit helfen wir nicht nur Haushalten mit knappen Kassen, wir eröffnen auch finanzielle Spielräume", erläutert Ruth Pettenpohl (Leiterin der Verbraucherberatungsstelle Dorsten). Sowohl "Vorinformierte" als auch Ratsuchende zählten zu Kunden.

Ungewollte Wechsel des Energieversorgers

Ungewollte Wechsel des Energieversorgers und Vertragsumstellungen waren bei der Beratung gefragt. Dabei ging es vor allem um dubiose Haustürgeschäfte: Die Werbenden stellten sich unter falschem Namen vor und nannten meist konkrete Angebote. Das Anliegen war es, persönliche Daten zu erfahren, um einen Wechsel des Stromanbieters einzuleiten. Das wurde erst enttarnt, als später der alte Vertrag vom Anbieter gekündigt wurde oder eine Auftragsbestätigung für einen neuen Vertrag eintraf.

Zudem sorgten intransparente Preisänderungsmitteilungen von Energieversorgern für Verbraucherärger: Vier Unternehmen hat die Verbraucherzentrale NRW daher abgemahnt und gegen drei inzwischen auch Klage eingereicht, weil in den Schreiben der eigentliche Zweck so geschickt verschleiert war, dass der Kunde die enthaltene Preiserhöhungsankündigung kaum bemerken konnte. Und so auch sein Sonderkündigungsrecht für den Wechsel zu einem günstigeren Versorger verpasste. Die Beratungsstelle hatte hier anbieterunabhängigen Rat und rechtliche Hilfestellungen parat.

Unseriöse Kreditvermittler

Ein Kreditvermittler bot im Internet eine MasterCard Gold und einen Sofortkredit an. "Doch die Bestellung nahm häufig einen enttäuschenden Ausgang: Die Verbraucher erhielten ein Starterpaket mitsamt Prepaid-Kreditkarte. 149,90 Euro Ausgabegebühr mussten per Nachnahme beglichen werden", erläutert Mechthild Clever-Schmitz von der Dorstener Verbraucher-Beratungsstelle. Wer dies verweigerte, sollte bis zu 555,45 Euro zahlen. Vom Sofortkredit sahen Interessenten nichts. Wer nicht rechtzeitig zahlte, riskierte, Post vom Inkassobüro zu bekommen. "Wird eine Ratenzahlungsvereinbarung unterschrieben, kommt die Kostenspirale in Gang", so Ruth Pettenpohl. Hohe Einigungsgebühren waren so meist der Preis, um einen Deal abschließen zu können. Bei Checks von Inkassobüros hatte die Verbraucherzentrale NRW viele Fallstricke entdeckt. Auch hier half die Verbraucherzentrale, denn es gilt: Durch Zahlungsverzug entstehende Kosten dürfen nicht unnötig aufgeblasen werden.

Telekommunikationsshops patzten beim Vertragsabschluss

Bei Telekommunikationsshops wurde festgestellt, dass sie bei ihren Informationspflichten gegenüber den Kunden beim Vertragsabschluss patzten. "Wir haben daher ein 14-tägiges Widerrufsrecht bei solch komplexen Vertragskonstellationen gefordert und zur Europawahl gezeigt, wie die Menschen im Alltag von der europäischen Verbraucherpolitik profitieren", so die Verbraucherschützer.

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