Volksentscheid in Wulfen-Barkenberg gestartet

"Palmen-Wahl": Schon 286 Bürger haben ihre Stimme abgegeben

Wulfen-BaArkenberg - 6751 Barkenberger sind aufgerufen, im April an mehreren Terminen bei der "Palmen-Wahl" abzustimmen. Am ersten Wahltag, am Freitag, hatten sich schon 286 Bürger beteiligt.

Bei der "Palmen-Wahl" können die Bürger über die Leitziele der Grüngestaltung in Barkenberg abstimmen. Bereits nach etwa zwei Stunden waren am Freitag rund 140 Wahlberechtigte im Wulfener Gemeinschaftshaus, um mit "Ja" oder "Nein" zu stimmen. Bis zum Ende der Wahlzeit um 13 Uhr waren es 286 Stimmen.

Unterschiedliche Meinungen

Die Meinungen der Bürger zum Thema sind sehr unterschiedlich, wie unsere Umfrage unter den Wählern ergab. So findet zum Beispiel Gabriele Holz, die seit 40 Jahren in Barkenberg lebt, dass es neue Leitziele für die Grüngestaltung geben dürfe und somit auch die Palmen von Andreas Türpe ruhig stehen bleiben dürfen.

Andreas Türpe ist der Anlass für diese Bürgerabstimmung. Er ist Eigentümer des sogenannten "Griechenland-Hauses" am Gecksbach in Barkenberg. Einige seiner Palmen stehen aber nicht auf seinem Grundstück, sondern ganz knapp auf städtischer Fläche. Was hiermit und auch mit anderen öffentlichen Flächen in Zukunft passiert und wer sie wie nutzen darf, können in diesem Monat exakt 6751 Menschen entscheiden. Wer mindestens 16 Jahre alt ist, hat die Wahl, über die Leitziele der Grüngestaltung in Barkenberg abzustimmen.

"Haben nichts gegen Palmen"

Angelika und Horst Rösing wohnen auch schon seit Jahrzehnten in Barkenberg und sehen die Situation ganz anders. "Wir haben nichts gegen die Palmen, aber sie sollten auf dem eigenen Grund und Boden stehen. Man kann auch nicht einfach auf Grundstücken, die einem nicht gehören, etwas pflanzen. Und dabei ist es egal, ob sie dem Nachbarn oder der Stadt gehören", meinen die Eheleute.

"Wir selbst haben jahrelang auch den Bereich vor unserem Garten gehegt und gepflegt. Bei der Gehölzpflege durch eine Fremdfirma im Auftrag der Stadt wurde alles einfach platt gemacht, obwohl es eigentlich anders abgesprochen war. Bisher wurde auch nichts neu gepflanzt."

Neue Leitziele

Die Eheleute Christel und Wolfgang Richmann, die seit 1982 in Barkenberg wohnen, sehen die Sache nicht ganz so kritisch. "Wir sind damals durch unsere Verträge beim Grundstückskauf verpflichtet worden, öffentliche Flächen, die angrenzen, mitzupflegen. Dies haben wir jahrelang gemacht und sehen auch, dass die Stadt dies allein gar nicht schafft. Deshalb sind wir dafür, dass es neue Leitziele zur Grüngestaltung geben sollte."

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