Vorsicht im Dorstener Wald

Nach Friederike: Die Hauptwege in Wäldern sind wieder frei

Dorsten - Die gute Nachricht vorweg: Der Barloer Busch ist wieder freigegeben. Aber nicht nur im Stadtwald ist weiterhin Vorsicht geboten.

"Wir haben alle Wege freigeräumt", sagt Förster Christian Pfeifer. "Aber man muss dennoch richtig aufpassen. Die Erholung erfolgt auf eigene Gefahr."

Auf den Hauptwegen bleiben

Denn anderthalb Monate nach dem Sturm "Friederike" seien im Stadtwald längst noch nicht alle Schäden beseitigt. Für die Hohe Mark gilt das gleiche. "Die Hauptwege sind frei, an den Reitwegen sind wir jetzt dran. Aber bis alle Wander- und Nebenwege frei sind, dauert es noch", sagt Revierleiter Michael Reidemeister. In der Üfter Mark haben sich Revierleiter Christoph Beemelmans und sein Team entschieden, ihre eigenen Führungen und Exkursionen noch nicht durchzuführen. "Es ist uns noch zu gefährlich", sagt Christoph Beemelmans. Auch Dritten würden diese Veranstaltungen noch nicht genehmigt.

Nicht über Bäume klettern

Spaziergänger dürften auf eigene Faust zwar wieder in den Wald gehen. "Aber alle Hauptwege sind noch nicht frei." Der Revierleiter warnt eindringlich davor, über umgefallene Bäume zu klettern. "Wenige Tage nach Friederike hat ein Spaziergänger das gemacht und plötzlich schmerzte der Ischias so sehr, dass er nicht mehr weiterkam. Wir kamen aber auch nicht zu ihm, weil ja die Bäume auf dem Weg lagen", erzählt Beemelmans. "Ich bin dann zu ihm gelaufen und mit ihm durchs Holz gestiegen. Er hatte sehr starke Schmerzen und hat eingesehen, dass er sich übernommen hatte."

Orientierung verloren

Und so ein Notfall könne jederzeit eintreffen. "Man darf das nicht unterschätzen. Ein Herzinfarkt, aber auch ein Schwächeanfall kann passieren." Und auch ein harmlos erscheinender Spaziergang kann zur Gefahr werden. "Meine Tochter traf bei einem Ausritt einen Mann im Wald, der die Orientierung verloren hatte und dann noch auf einen mit Bäumen versperrten Weg traf. Es wurde schon dunkel. Sie konnte ihn aus dem Wald begleiten, aber so etwas kann gefährlich werden. Das muss man sich immer bewusst machen."

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