Waldrettungspunkte

Notfallschilder im Wald lotsen Rettungskräfte direkt zum Einsatzort

Kreis Recklinghausen - Im Notfall zählt jede Sekunde. Schilder im Wald helfen Rettungskräften, schnell den Einsatzort zu finden. Das System hat sich bereits bewährt.

Einen Notruf abzusetzen, ist eigentlich keine große Sache: 112 wählen, die Lage schildern und den Standort durchgeben. Je genauer die Angaben, desto besser. Doch gerade in Waldgebieten ist es oft schwierig, Rettungskräften eine genaue Position zu übermitteln. Die wenigsten Straßen tragen Namen und die unzähligen Pfade sehen am Ende ja doch alle gleich aus. Bei Bränden, verletzten Joggern oder Arbeitsunfällen im Forstbetrieb zählt mitunter aber jede Sekunde.

Abhilfe schaffen sogenannte Waldrettungspunkte. Die auffälligen Schilder mit dem roten Rahmen dienen der schnellen Bestimmung des Standorts von Personen, die in Not geraten sind. Ihr Aufbau ist immer gleich: Neben der Notrufnummer und dem amtlichen Kennzeichen des Kreises Recklinghausen findet sich darauf eine vier- bis sechsstellige Nummer. Diese muss im Notfall der Leitstelle mitgeteilt werden. Im dortigen Rechner sind alle Waldrettungspunkte hinterlegt. Die Leistelle kann Einsatzkräfte dann zügig und genau zum Anrufer lotsen.

Knapp ein Viertel der Rettungspunkte im Kreis auf Dorstener Gebiet

Mehr als 160 dieser Schilder hat der Kreis Recklinghausen inzwischen im Kreisgebiet aufgestellt, knapp ein Viertel davon auf Dorstener Gebiet. Die meisten Schilder stehen in der Hohen Mark.

"Diese Informationen zum Standort sind dann direkt in unseren Einsatzdepeschen enthalten", sagt der stellvertretende Pressesprecher der Dorstener Feuerwehr, Dirk Heppner. Die Depeschen kommen in den Fahrzeughallen der Feuerwehr an und enthalten neben dem Einsatzstandort Informationen zum Anrufer, ein Meldestichwort sowie bei Brandeinsätzen Hinweise zum Hydrantensystem am Einsatzort. "So können wir schon vorher sehen, wo am Einsatzort der nächste Hydrant ist."

System hat sich schon bewährt

Praktisch bewährt hätten die Schilder sich auch schon, sagt Heppner. Es sei noch gar nicht so lange her, dass Passanten im Wald eine gestürzte Reiterin entdeckt hätten. "Die Leute haben uns dank der Rettungspunkte gezielt zum Einsatzort führen können. Wir waren schnell vor Ort."

Die ersten Waldrettungspunkte hat der Kreis im Jahr 2015 aufgestellt. Ihre genauen Standorte sind auf einer fortlaufend aktualisierten Karte auf der Website des Kreises Recklinghausen einsehbar.

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