Wallfahrt

Pfarrei St. Agatha fährt zum "Hof der Hoffnung"

Dorsten - Die vier Gemeinden der Pfarrei St. Agatha machen sich gemeinsam auf den Weg: Am 15. September führt die Fahrt nach Wörmter zum "Hof der Hoffnung". Ein Ziel, das sich zu erkunden lohnt.

"Fazenda da Esperanca" (Hof der Hoffnung) hört sich spanisch an, ist aber portugiesisch, wie Pastoralreferent Ludger Krogmann erklärt: "Diese Bewegung wurde 1983 in Brasilien von einer Handvoll junger Leute ins Leben gerufen. Sie entdeckten die Kraft des Evangeliums, die Menschen zum Guten verändern kann. Und luden Menschen am Rande der Gesellschaft ein, mit ihnen als Familie der Hoffnung in diesem Sinne zu leben."

90 Gemeinschaften in 14 Nationen

Im Laufe der Zeit sind über 90 Fazenda-Gemeinschaften in 14 Nationen entstanden. Seit 1998 bieten diese Höfe der Hoffnung auch in Deutschland primär jungen Drogenabhängigen die Möglichkeit, mit einem strukturierten Tagesablauf, Glaubensaustausch und Gesprächen, die Chance zu einem Neuanfang. Ein Hof davon liegt in der ehemaligen Klosteranlage in Wörmter, nahe Xanten. Ein Ziel, das von Dorsten aus bequem in einer Tagestour zu erreichen ist, fand der Arbeitskreis des St. Agatha-Pfarreirats, der in diesem Jahr mit der Organisation der Fahr-/Pfarrgemeinschaft betraut ist.

Vier Gemeinden kommen ins Gespräch

"Vor zwei Jahren haben wir das Projekt mit einer Tour zum Kloster Kamp nach Kamp-Lintfort das erste Mal durchgeführt", sagt Ludger Krogmann. Eine Motivation dieser Aktion ist es, die Leute der vier zur Pfarrei St. Agatha zählenden Gemeinden miteinander ins Gespräch zu bringen. "So spricht beispielsweise ein Hardter von St. Nikolaus mal mit einem Altendorfer aus Heilig-Kreuz", bringt Arbeitskreis-Mitglied Hermann Wienhues es treffend auf den Punkt.

Das gemeinschaftliche Tun beginnt schon bei der Anreise, denn neben der Gruppe, die sich im Bus zum Zielort chauffieren lässt, gibt es auch einen Radler-Trupp, der die 48 km-Hinfahrt pedaltretend bewältigt - ein Gemeinschaftserlebnis der sportlichen Art. Zurück steigen die Pedalritter allerdings auch in den Bus, und die Räder rollen in den Anhänger.

"Wer Hoffnung hat, lebt anders"

Nach der Ankunft in Wörmter wandern die Teilnehmer auf einem Stück des offiziellen Jakobsweges cirka eine halbe Stunde zum Kloster. "Vor Ort haben wir die Gelegenheit, durch Führungen und Gespräche mit Bewohnern das Leben der Fazenda kennenzulernen", erläutert Ludger Krogmann das Tagesprogramm, das unter dem Motto "Wer Hoffnung hat, lebt anders" steht.

Für den Nachmittag hat der Arbeitskreis verschiedene Angebote - Chorworkshop, Meditation mit Perlenband, Bibel erleben + teilen und andere kreative Aktionen - organisiert. Das spezielle Kinderprogramm bietet Chaosspiel, Workshops und verschiedene Spielmaterialien an. Mit der Abschlussmesse um 16.30 Uhr in der Klosterkirche endet die Wallfahrt der besonderen Art. Danach geht es wieder heimwärts Richtung Dorsten.

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