Wassersperre vertagt

RWW und Bürgermeister gehen auf Altro Mondo zu

Dorsten - Die verfahrene Situation um die angekündigte Wassersperre für Mietshäuser der Altro Mondo an der Dimker Allee und am Himmelsberg versucht Bürgermeister Tobias Stockhoff zu lösen. Er hat die Altro Mondo um einen persönlichen Gesprächstermin gebeten. Wasserversorger RWW hat deshalb die für den 2.1. angekündigten Wassersperre um einen Monat vertagt.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Die Wassersperre für die Häuser am Himmelsberg und an der Dimker Allee tritt zwar nicht zum 2. Januar in Kraft, wie RWW-Sprecher Ramon Steggink am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Aber: "Um die laufende Klärung mit Altro Mondo durch Bürgermeister Stockhoff nicht zu belasten, setzen wir die angedrohte Wassersperrung für einen Monat aus. ?Für Altro Mondo und die Mieter muss klar sein: Die Aussetzung ist nur vorübergehend", so Ramon Steggink.

Gegenüber Altro Mondo bestünden "heute offene Forderungen in insgesamt vierstelliger Höhe", führte Steggink weiter aus. "Wir haben den Betrag mehrfach angemahnt, damit Altro Mondo wie bei vergangenen Zahlungsrückständen erfolgt, wenigstens mit Verspätung zahlt, um die Sperrung dauerhaft abzuwenden." Leider sei bislang keine Reaktion erfolgt. Die offenen Forderungen bewegen sich laut Auskunft der RWW je nach Objekt zwischen 110 und 500 Euro.

Plan B könnte greifen

Sollten die Verhandlungen keinen Erfolg haben, hat RWW, wie Unternehmenssprecher Ramon Steggink sagt, einen Plan B in petto: "Sollte Altro Mondo dauerhaft nicht zur Zahlung bereit sein, werden wir andere Möglichkeiten prüfen, um Sperrungen abzuwenden. Hierzu gehört möglicherweise auch, dass die Mieter die offenen Forderungen über ein gemeinsames Sammelkonto pro Hausobjekt an RWW begleichen und gegebenenfalls ihre Zahlungen an Altro Mondo entsprechend kürzen. Nähere Einzelheiten zur konkreten Umsetzung einer solchen Lösung würden im Januar folgen. Probleme mit Altro Mondo / zwischen Altro Mondo und Mietern können nicht auf Kosten von RWW und unserer übrigen Kunden ausgetragen werden."

"RWW stellt sich der sozialen Verantwortung"

Bürgermeister Tobias Stockhoff dankt dem Versorgungsunternehmen Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft für das konstruktive Angebot an die Altro Mondo-Mieter in Barkenberg: "RWW stellt sich damit der sozialen Verantwortung für die betroffenen Mieter, die unverschuldet von einer Wassersperre bedroht sind. Mit dem Aufschub dieser Sperrung gibt RWW allen Akteuren Zeit, die nötigen Gespräche zu führen und eine nachhaltige Lösung zu erreichen. Ich erwarte von Altro Mondo, dass sich dieses Unternehmen ebenfalls seiner Verantwortung stellt und das gemachte Gesprächsangebot annimmt."

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