Weitere Gebiete ausweisen

Dorsten braucht Gewerbeflächen auf Vorrat

Dorsten - Gewerbeflächen in Dorsten gehen zur Neige. Das ist ein Anlass zur Sorge, meint jedenfalls die CDU-Fraktion und drängt darauf, weitere Flächen auszuweisen.

Die Konjunktur brummt. Die Arbeitslosenquote von 7,8 Prozent in Dorsten ist sehr niedrig.

Zügig neue Flächen ausweisen

Kein Grund für den Vorsitzenden der CDU-Ratsfraktion, Bernd-Josef Schwane, sich auf den Verdiensten der kommunalen Wirtschaftsförderung der vergangenen Jahre auszuruhen. "Wir müssen zügig neue Gewerbeflächen ausweisen und bereitstellen, da das bereits vorhandene Potenzial nahezu erschöpft ist." Schwane spricht dabei vom Zechengelände in Hervest und dem Gewerbegebiet Dimker Heide in Wulfen.

Ehemaliges Schachtgelände

Einzige noch ausgewiesene Vorratsfläche sei in Wulfen das ehemalige Gelände der Schachtanlage Wulfen an der B58, die ab 2020/21 für die Wirtschaft zur Verfügung stehen soll. "Das war's dann." In einem aktuellen Antrag an den Rat der Stadt drängt die CDU-Fraktion deshalb darauf, dass die Verwaltung bis Ende Mai 2018 ein Konzept für die Gewerbeflächenentwicklung ausweisen soll. "Wir brauchen Vorratswirtschaft", stellt Bernd Schwane auf unsere Anfrage fest.

Der Regionalverband Ruhr (RVR), der für 53 Kommunen im Verbandsgebiet, darunter Dorsten, einen neuen Regionalplan entwickeln soll (früher Gebietsentwicklungsplan), ist mitten in den Vorbereitungen, "für die Metropole Ruhr regional bedeutsame Gewerbe- und Industrieflächen für neue Unternehmen und neue Arbeitsplätze" auszuweisen.

Regionalplan in Arbeit

Ein Regionalplan ist für die lokale Flächennutzungs- und Bebauungsplanung bindend und gibt den Kommunen vor, wo was angesiedelt werden darf. "Wir sind aber noch in der Arbeitsphase", sagte RVR-Sprecherin Barbara Klask am Montag auf unsere Anfrage. Der RVR habe der Fachöffentlichkeit am 14. November 2017 erstmals den Bearbeitungsstand des Regionalplanes vorgestellt. Ob der Plan so oder in Details anders ausgefeilt werde, müsse das Ruhrparlament im Laufe des Jahres entscheiden. "Das Ganze geschieht in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen", sagte Klask.

Entwicklungsmöglichkeiten

Für Bernd-Josef Schwane steht aber fest: "Wir brauchen definitiv weitere Flächen für die heimische Wirtschaft, aber auch für Neuansiedlungen. Ich sehe Entwicklungsmöglichkeiten in Holsterhausen, in Wulfen und Lembeck." Die Verwaltung, so der Arbeitsauftrag der CDU, solle "uns erst einmal einen Überblick verschaffen und dann mit der "nachhaltigen Umsetzung der Gewerbeflächenentwicklung in Dorsten für die nächsten zehn Jahre starten".

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