Wintereinbruch in Dorsten

Bürger ärgern sich über Straßenzustand

Dorsten - Der Wintereinbruch brachte viele Bürger am Sonntag ins Schleudern. Viele Dorstener ärgerten sich über den Straßenzustand.

Drei Stunden war beispielsweise Jenny Schneider am Sonntag unterwegs, weil sie aus familiären Gründen dringend in eine Augenklinik fahren musste. Dabei liegt die Klinik ganz in der Nähe. So wie Jenny Schneider äußerten sich viele Dorstener auf Facebook zu den witterungsbedingten Straßenverhältnissen.

Pampige Hnweise

Doch längst nicht alle waren im Ton moderat. Es gab auch recht pampige Hinweise von Dorstenern, die sich über das vermeintliche Versäumnis des städtischen Räumdienstes beklagt haben. Auf unsere Anfrage am Montag, ob die Bürger ein Recht darauf haben, dass jederzeit vor ihrer Tür geräumt werde, sagte Stadtsprecherin Lisa Bauckhorn: "Das Streuen und Räumen von Straßen unterliegt einer Prioritätenliste. Gestreut und geräumt wird in absteigender Reihenfolge der Wichtigkeit und auch nur dann, wenn die Anlieger Reinigungsgebühren für ihre Straße entrichten." Ansonsten gelte die Räumung der Verkehrssicherheit und geschehe an gefährlichen Stellen. Für Bundesstraßen (so wie B224, B225 oder B223) sei Straßen NRW zuständig.

Pflicht nicht für alle Straßen

Lisa Bauckhorn sagte zudem, dass nicht alle städtischen Straßen der Räumungspflicht unterliegen. Sie empfiehlt Bürgern, sich zu erkundigen: "Wer keine Straßenreinigungsgebühren entrichtet, hat auch keinen Anspruch auf Straßenreinigung, Streudienste oder Räumung nach heftigem Schneefall."

Bei Schneetagen wie am Sonntag oder am Montagmittag empfiehlt die Stadt ihren Bürgern, vorsichtig Auto zu fahren und die Gehwegbereiche zwischen 7 und 20 Uhr zu räumen. Alle Rechte und Pflichten über die Straßenreinigung, die Sommer- und die Winterwartung, finden interessierte auf der Homepage der Stadt Dorsten: Zur Homepage der Stadt Dorsten

Keine großen Probleme

Polizei und die Feuerwehr überstanden die witterungsbedingten Turbulenzen am Sonntag und Montag ohne große Probleme. Markus Terwellen, Sprecher der Feuerwehr, sagte auf unsere Anfrage: "Wir hatten neun Einsätze im Stadtgebiet, weil Äste unter dem Gewicht des Schnees abgebrochen waren beziehungsweise abzubrechen drohten. Die haben wir dann beseitigt."

Und Polizeisprecher Michael Franz ergänzte, dass es lediglich und glücklicherweise nur Bagatellunfälle gegeben habe: "Vier kleinere Unfälle mit geringem Sachschaden", lautete die protokollierte Bilanz der Verkehrshüter.

Übrigens: Dass Schnee manchmal auch hilfreich sein kann, zeigte ein Feuerwehr-Einsatz am Montagnachmittag in Wulfen-Barkenberg. Ein am Grehenbruch geparktes Auto hatte wegen eines Kabelbrandes Feuer gefangen. Die angerückten Feuerwehrleute fackelten nicht lange und löschten den Brand kurzerhand mit Schnee. Davon lag ja nach dem starken Schneefall vom Mittag noch jede Menge herum.

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