Wittenbrinkschule Wulfen

Lehrer und Schüler verschönern Toiletten, Schulhof und Garten

Wulfen - Die Wittenbrinkschule muss schöner werden, befanden Lehrer und Kinder und packten an. Das Prunkstück ist an einem ungewöhnlichen Ort zu finden.

"Sie müssen vorbei kommen. Es ist so schön geworden." Schulleiterin Dorothea Osemann platzt vor Stolz auf das, was Eltern, Kinder und die Lehrer in der Projektwoche geschafft haben. Schnurstracks geht sie voraus in die Schülertoiletten. Gerade auf der Jungentoilette stank es bis letzte Woche noch beißend und hübsch waren die Toiletten auch nicht.

Fische schwimmen auf Fliesen

Jetzt sind sie eine Unterwasserwelt. Die Fliesen sind blau gestrichen, überall schwimmen Fische darauf herum, Meerestiere hängen von der Decke, die Spiegel sind mit Muscheln beklebt. Jede Kabine ist noch mal eine (Unterwasser-)Welt für sich. "Bei den Jungen hat jetzt ein Jahrgang, bei den Mädchen sogar jede Klasse ihre eigene Toilette, die sie auch gestaltet haben", sagt Dorothea Osemann. So hofft sie, dem Vandalismus auf den Toiletten begegnen zu können.

Und sie ist zuversichtlich: "Wir haben den Kindern gesagt: Das ist jetzt eure Toilette, auf die nur Kinder aus eurer Klasse oder eurem Jahrgang gehen. Und da benimmt man sich jetzt auch wie zu Hause. Wenn etwas kaputt geht, sagt ihr der Klassenlehrerin Bescheid." Und wenn Kinder Quatsch machen und in einer anderen Toilette ein Fischchen von der Wand knibbeln, müssen sie einmal "Toilette putzen", also das rumliegende Papier aufsammeln. Nicht nur die Toiletten strahlen in neuer Farbe: Auf dem Schulhof hat sich auch was getan. Die Baumumrandungen sind mit Mosaiken verschönert worden, die Bänke bunt gestrichen und auf dem Boden laden Spiele, wie die ABC-Schlange, zum gemeinsamen Toben ein. Außerdem gibt es einen Drachen aus Lkw-Reifen im Sandkasten. Weitere Verschönerungen werden folgen.

Schöner Schulgarten

Auch im Schulgarten ist noch nicht alles fertig. Aber die bunten Sitzbänke und das Mühle- sowie das Mensch-Ärger-Dich-Nicht-Spiel locken die Kinder schon an. "Es ist einfach wichtig, dass die Mädchen und Jungen sich hier wohlfühlen, denn die Schule ist nicht nur ein Lern- sondern ein Lebensumfeld", begründet Dorothea Osemann die Anstrengungen. "Außerdem schätzen die Kinder das, was sie selbst gestaltet haben, noch mehr."

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