Zimmer für Geschäftsleute und Monteure

Jugendherberge hat eine neue Eigentümerin

Lembeck - Eine 43-jährige Reiterhof-Betreiberin aus Gelsenkirchen-Buer hat die ehemalige Jugendherberge in Lembeck gekauft. Sie verrät uns ihre Zukunftspläne für die Gebäude und das Grundstück.

Die Ex-Jugendherberge im Lembecker Waldgebiet "Im Schöning" hat eine neue Eigentümerin. Für die Käuferin schließt sich dabei ein Kreis. "Schon als Kind habe ich oft 500 Meter Luftlinie entfernt gespielt, weil meine Eltern dort ein Grundstück von einem Bauern gepachtet hatten", erzählt die 43-jährige Neu-Eigentümerin. "Diese Landwirt-Familie hat mir auch den Tipp gegeben, dass das Objekt zum Verkauf steht."

Auch für Touristen

Aus geschäftlichen und persönlichen Gründen bat uns die Investorin, ihren Namen nicht in der Berichterstattung zu veröffentlichen. Über ihre Pläne für das Gebäude gab sie uns aber bereits Auskunft. Inzwischen haben Handwerker bereits mit dem Umbau des Hauses begonnen. "Es soll weiterhin ein Beherbergungsbetrieb bleiben", sagt sie. Mit Zimmern und Appartements etwa für Geschäftsleute und Monteure, die hier in der Region zu tun haben und eine Übernachtungsmöglichkeit auf Zeit benötigen oder aber für Touristen, die das Ruhrgebiet oder das Münsterland besuchen wollen.

Betrieb ab Februar oder März

"Die ersten Gäste sollen schon im Februar oder März kommen", dann wolle sie die Zimmer über gängige Internet-Portale anbieten. Der Betrieb werde weder Hotel noch Pension. "Dazu müsste ich Frühstück anbieten, das will ich erst mal nicht", sagt die Käuferin, die derzeit das Haus umbauen lässt. Denn die Zimmer sollen neue Zuschnitte bekommen, zum Teil neue Bäder und neue Fußbodenbeläge. "Ich will mehr Wert auf Qualität als auf Quantität legen, das verlangen die Gäste heutzutage", sagt sie. Deswegen will sie die Zimmer-Anzahl auf 23 beschränken.

Streichelzoo und Ponyreiten

Mittel- bis langfristig plant die neue Besitzerin, aus dem ehemaligen Haus des Deutschen Jugendherbergswerkes (DJH) "einen familienfreundlichen Betrieb mit Bauernhof-Charakter" zu machen. Streichelzoo und Ponyreiten inklusive. "Platz für Boxenställe ist vorhanden, ich muss aber erst sehen, was dort baurechtlich erlaubt ist."

Die 44-jährige ist eigentlich Juristin, hat sich allerdings schon vor über zwölf Jahren dem Reiten verschrieben. Sie war in Bochum zunächst angestellte Leiterin eines Reiterhofes, hat eine Ausbildung zur Reitlehrerin gemacht und betreibt derzeit selbst eine größere Reitanlage in Gelsenkirchen-Buer, die auch von einer Reitgemeinschaft genutzt wird.

Ungefähr 250 Jahre alt

Das Objekt hat sie von der DJH-Tochter "eko: die Einkaufskooperation" mit Sitz in Hagen, die das Haus vermarktet hat, erworben. Über den Verkaufspreis und die geplanten Investitionen gaben uns beide Seiten nichts bekannt. Das Grundstück ist 11.653 Quadratmeter groß, es hat reichlich Freiflächen ("die sollen zunächst so bleiben") und ein Waldstück. Dazu kommt das ehemalige Jugendherbergsgebäude: ein ungefähr 250 Jahre altes ehemaliges Bauernhaus mit einem 1978 errichteten Erweiterungsbau und einem 60 Jahre alten Seitenanbau.

Küche wird eingerichtet

Es gibt auch große Gemeinschaftsräume. "In einem werde ich eine Küche einrichten, damit sich die Gäste auch selbst versorgen können." Ein anderer soll zum Gesellschaftsraum werden und mit einem Fernseher ausgestattet werden. Zur Immobilie gehört eine Hausmeister-Wohnung, die weiter genutzt werden soll. "Es muss sich ja jemand um Gebäude, Garten und die Organisation kümmern", so die neue Besitzerin.

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