Sexueller Übergriff in Dorsten

Er zog sein Opfer am helllichten Tag eine Böschung hinunter

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29-jähriger Täter wollte im Berufungsverfahren eine Bewährungsstrafe erreichen - doch das verhinderten die Richter.  

Diese Tat war der reinste Albtraum: Vor sechseinhalb Monaten ist eine 36-jährige Frau aus Dorsten am helllichten Tag eine Böschung hinuntergezogen und sexuell bedrängt worden. Seit Dienstag steht fest: Der Täter bleibt im Gefängnis.

In einem ersten Prozess hatte das Dorstener Amtsgericht bereits anderthalb Jahre Haft ohne Bewährung verhängt. Im Berufungsverfahren haben die Richter am Essener Landgericht die Strafe zwar um drei Monate reduziert, eine Bewährung aber ausgeschlossen.

Plötzlich riss er die Frau den Abhang hinunter

Es war der 13. April 2019 gegen halb drei, als der Angeklagte auf einem Verbindungsweg am Rande der Innenstadt aufgetaucht ist. Er schloss zu einer Fußgängerin auf, riss sie dann plötzlich einen Abhang hinunter.

"Dann habe ich sie an der Brust angefasst"

„Ich habe sie auf den Boden geworfen, sie hat geschrien“, sagte der 29-jährige Angeklagte den Richtern in Essen. „Dann habe ich sie an der Brust angefasst – ich weiß nicht warum. So etwas ist mir noch nie passiert."

Im ersten Prozess hatte der 29-Jährige den sexuellen Übergriff noch komplett bestritten. „Ich hatte Angst, dass ich ins Gefängnis komme." Genau das war damals dann auch passiert.

Er war aus dem Iran geflohen

Der Angeklagte war zur Tatzeit erst kurz in Dorsten. Er war aus dem Iran geflohen, hatte in Deutschland Asyl beantragt. Das Verfahren läuft immer noch. Sein Antrag ist zwar abgelehnt worden, doch dagegen hat der 29-Jährige Widerspruch eingelegt.

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