Am Landgericht Essen haben die Richter ein früheres Urteil gegen einen Dorstener korrigiert. Er muss nicht ins Gefängnis.
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Am Landgericht Essen haben die Richter ein früheres Urteil gegen einen Dorstener korrigiert. Er muss nicht ins Gefängnis.

Landgericht Essen

Dorstener muss jetzt doch nicht ins Gefängnis

  • Jörn Hartwich
    vonJörn Hartwich
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41-Jähriger war nach einer Vergewaltigung verurteilt worden. Jetzt haben die Richter das Urteil korrigiert. Der Mann soll wieder auf dem richtigen Weg sein, sagt sein Anwalt.

Nach einer brutalen Vergewaltigung muss ein Mann aus Dorsten-Hervest nun doch nicht ins Gefängnis. In einem zweiten Prozess hat das Essener Landgericht am Montag ein früheres Urteil korrigiert und zwei Jahre Haft auf Bewährung verhängt.

„Ich wollte das nicht“

Der 41-Jährige nahm die Entscheidung der Richter mit Erleichterung auf. Zuvor hatte er sich noch einmal direkt an seine ehemalige Geliebte gewandt, mit der 2018 eine heimliche Affäre hatte. Er selbst war verheiratet, wollte seine Ehe nicht aufs Spiel setzen. „Ich weiß nicht, wie das passiert ist“, sagte er der 37-Jährigen. „Ich wollte das nicht.“

Es war die Nacht auf den 4. November 2018, als er in der Wohnung der Frau aufgetaucht ist. Als es Streit gibt, schlägt er zu. Mit der Faust. Die Unterlippe platzt auf. Um sich wieder zu versöhnen wird getrunken. Vor allem der Angeklagte kippt flaschenweise Wein in sich hinein, dann Wodka. Am Morgen hat er über vier Promille intus.

Trotzdem war er noch in der Lage, die längst eingeschlafene Frau aufzuwecken und über sie herzufallen.

Verurteilt wurde er wegen absichtlichen Vollrausches

In einem ersten Prozess war er zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Allerdings nicht wegen Vergewaltigung, sondern wegen absichtlichen Vollrausches. Es war nicht auszuschließen, dass er sich nicht mehr steuern konnte.

Dieses Urteil hatte der Bundesgerichtshof später aufgehoben.

„Er schämt sich zutiefst für das, was passiert ist“, so sein Verteidiger Burkhard Benecken. „Er ist wieder auf dem richtigen Weg.“ Genau so sahen es am Ende auch die Richter. Der Angeklagte hat inzwischen 8000 Euro Schmerzensgeld gezahlt und jeden Kontakt zu seiner Ex-Geliebten abgebrochen. 

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