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Der Wulfener Peter Lebendig ist als Polizist für die Vereinten Nationen seit Februar 2014 in Liberia.

Wulfener ist für die UN in Liberia

Peter Lebendig - Großer Respekt vor Ebola

Wulfen - Die jüngste Ebola-Epidemie hat in Westafrika bisher knapp 3500 Menschenleben gekostet. 2000 davon alleine in Liberia. Genau dort, in der Hauptstadt Monrovia, ist der Wulfener Peter Lebendig für die Vereinten Nationen im Einsatz.

Seit Februar nimmt der 56-Jährige an einer UN-Mission teil, als Polizist schult er bis Anfang des kommenden Jahres seine liberianischen Kollegen.

Ähnliche Reisen haben ihn in den 90er-Jahren bereits nach Bosnien, in den Kosovo und nach Mazedonien geführt. „Dass sich der aktuelle Einsatz aufgrund der Ebola-Epidemie vollkommen anders entwickeln würde, konnte man zu Beginn der Mission nicht ahnen“, verrät er in einer E-Mail an die Redaktion. Das Leben gehe täglich seinen gewohnten Gang, doch Ebola sei allgegenwärtig.

Aufklärungsstationen

Das mache sich einerseits durch die zahlreichen Aufklärungsstationen bemerkbar, die nicht nur in Monrovia, sondern im ganzen Land verteilt sind. Zudem habe der ansonsten teils chaotische Straßenverkehr in der Hauptstadt nachgelassen, auch die eigentlich stets überfüllten Taxis und Busse seien mit deutlich weniger Fahrgästen unterwegs. „Ich würde nicht sagen, dass wir Angst vor einer Ansteckung haben, aber ganz sicher allerhöchsten Respekt vor den herrschenden Umständen“, so Lebendig. „Ich würde hier niemals einen Leichnam oder Menschen, die Symptome zeigen, berühren, aus Angst, mich anzustecken.“

Nationale Notstand

Der größte Schutz für ihn und seine vier deutschen Kollegen, die ebenfalls für die UN im Einsatz sind, bestehe vor allem in der Aufklärungs- und Informationsarbeit durch die deutschen Behörden. Seit die Epidemie im Juli auch Liberia erreicht hat, herrscht im westafrikanischen Vier-Millionen-Einwohner-Staat der nationale Notstand. Der Dienst sei durch diese besonderen Umstände jedenfalls ein wenig in den Hintergrund gerückt.

Heimaturlaub im September

Trotz alledem will Peter Lebendig, der in Dorsten für die Wasserschutzpolizei arbeitet, seine Mission nicht abbrechen. Ende September ist er für einen kurzen Heimaturlaub nach Wulfen zurückgekehrt, nach zwei Wochen ging es am vergangenen Montag (6.10.)wieder zurück nach Liberia. „Nun bin ich bereits sieben Monate hier, und ich denke, dass ich auch die noch folgenden fünf Monate hier verbringen werde.“

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