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Fotos und Infos

Wie aus einer Kirche eine Familienbildungsstätte wird

Feldmark - Seit dem Sommer laufen die Umbauarbeiten: Aus der Kirche an der Marler Straße werden die neuen Räume der Katholischen Familienbildungsstätte (FBS). Jetzt haben sich die Mitarbeiter der FBS den Stand der Bauarbeiten angeschaut - wir waren dabei, haben Fotos und Infos mitgebracht.

Die Kapelle: Der Charakter einer Kirche – das ist deutlich zu erkennen – wird dem Gebäude auch innen nicht abhandenkommen. Neben den Verwaltungs- und Kursräumen der FBS ist vorgesehen, dass ein Bereich als Kapelle erhalten bleibt. Die Zwischenebene, die die Kirche bekommen hat, ist so nicht durch das gesamte Kirchenschiff gezogen, sondern nur durch einen Teil.

In dem anderen Teil bleiben die hohen Kirchendecken und auch die bunten Kirchenfenster (Foto unten) erhalten und sorgen für den typisch sakralen Charakter eines Kirchenraums. Wie Architekt Christian Kuckert erzählte, wird die Kapelle auch mit Altar und Bänken versehen, wenn der Ausbau fertig ist. In der Kapelle wird an den Wänden mit einem Klinker gearbeitet, der möglichst nah an die Farbe der Steine herankommt, mit denen das Kirchengebäude von außen versehen ist. Hochwertiges Material werde hier verbaut, sagt Valeri Gisbrecht vom Architekten-Büro. Qualität, die sich lohne.

Die Zwischenebene: Besonderen Eindruck macht bisher die Zwischenebene (Foto unten), die in das Kirchengebäude eingebaut wurde. Oben ist sie luftig und hell durch eine Galerie abgeschlossen. Die Holzbrüstungen, die im Bau bisher noch als Geländer dienen, sollen, wenn es an den Innenausbau geht, durch Glasgeländer ersetzt werden.

In dem kleinen Flur, der neben dem Zwischenbau entstanden ist, sind schon große Löcher in der Außenwand zu sehen. Hier sollen große Fenster hinkommen. „Dieser Raum wird absolut hell sein“, so Architekt Christian Kuckert. In der zweiten Etage sind neben Kursräumen eine Lehrküche und ein passender Speisesaal geplant.

Die neuen Kursräume: Die Fläche der neuen Katholischen Familienbildungsstätte beläuft sich auf rund 800 Quadratmeter, so Architekt Christian Kuckert. Acht neue Kursräume wird es für die Veranstaltungen und Kurse geben.

Den Raum im Erdgeschoss konnten die Mitarbeiter am Donnerstag schon mal ansehen: Er handelt sich um einen großen Veranstaltungsraum, der in der Mitte teilbar ist. Durch sehr große Fenster zur Straße (Foto unten) ist er sehr hell – zu hell? Das war zumindest die Befürchtung der Mitarbeiter. Die Befürchtungen konnte Valeri Gisbrecht vom Architekten-Büro aber ausräumen. Eine Vorhanglösung sei geplant.

Die Räume für die Verwaltung: Noch mit ganz vielen Eisenstreben zum Abstützen ist der Anbau (Foto unten) versehen, in dem zukünftig die Verwaltung der Katholischen Familienbildungsstätte untergebracht werden soll. Vom Eingang gesehen rechts wird dieser Teil des Gebäudes nach der Fertigstellung durch eine Glastür mit dem Rest verbunden sein.

Hier befinden sich die Büros der Mitarbeiter (die diese am Donnerstag schon mal neugierig unter die Lupe nahmen), ein Besprechungsraum sowie eine Teeküche. Insgesamt soll der Bereich sehr hell werden – entsprechend haben die Architekten hier, wie auch im Rest des Gebäudes, mit großen Fenstern und viel Glas geplant. Der Verwaltungsbereich, also der neue Anbau, ist komplett unterkellert und bietet so ganz viel Stauraum.

Der Zeitrum für den Umbau: Bislang, so sagen es sowohl Architekt Christian Kuckert als auch Norbert Rauch, der zuständige Polier, laufe alles nach Plan. Auch gab es seit Start der Bauarbeiten noch keine Überraschungen. „Leider“, sagt der Polier bei der Baubegehung mit einem Lächeln im Mundwinkel – offensichtlich mag er Herausforderungen. Bislang war er mit zehn Männern von der Firma Joseph Krüselmann Bau vor Ort, sobald diese Woche aber der Autokran kommt und die großen Teile gesetzt werden, reiche es, wenn drei, vier auf dem Bau mithelfen.

Wenn nichts dazwischenkomme, könne der Bau in knapp zwei Wochen soweit sein, dass er gerichtet werden kann. Insgesamt soll das Bauprojekt Ende des nächsten Jahres beendet sein. „Wir wollen zum Jahreswechsel 2018/2019 fertig sein“, so Architekt Christian Kuckert vom Büro „Kuckert Architekten BDA Münster“.

Auch die Familienbildungsstätte würde es laut Leiter Michael Oetterer begrüßen, wenn das klappt. Aber auch mit der Übergangslösung im Haus der Familie im Matthäusheim läuft der Betrieb. „Da geht es uns gut“, so Michael Oetterer.

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