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Die Deutenerin Gisela Ricken verkauft noch bis einschließlich Samstag (21.11.) selbst hergestelltes Kunsthandwerk zugunsten von Flüchtlingssprachkursen.

Ehrenamtliches Engagement

Verkauf von Exponaten zugunsten von Flüchtlingen

Preisschilder sucht man an den schönen Originalen vergebens. "Ein jeder soll geben, was ihm die Sache wert ist", sagt Gisela Ricken, die derzeit ihre selbst kreierten Exponate zugunsten von Dorstener Sprachkursen für Flüchtlinge in ihrem Atelier verkauft.

Am Wochenende öffnete die Deutenerin in ihrem Atelier am Kirchweg 12 in Deuten die Ausstellung. Mit so großem Erfolg, dass sie nun bis einschließlich Samstag (21.) verlängert wird. "Mehr als 60 Interessenten waren da", erzählt Gisela Ricken, "700 Euro kamen dadurch bereits zusammen." Die Tausender-Marke würde sie nun natürlich gerne überschreiten, damit Asylbewerbern, die auf Dauer in Dorsten bleiben, in durch Sponsoren finanzierten VHS-Kursen das sprachliche Rüstzeug vermittelt werden kann.

100 Einzelstücke

Silberschmuck, viele Töpferwaren, Vasen, Glasschalen, Seidenmalereien und Krippen - 100 Einzelstücke stehen und liegen in den Regalen im Erdgeschoss des Wohnhauses. Dazu jede Menge Adventsdeko, Fensterbilder und Weihnachtskarten - alles von der kreativen Deutenerin selbst hergestellt. "Im Januar habe ich damit angefangen", sagt Gisela Ricken - "mit dem Plan, sie für den guten Zweck zu veräußern". Ohne damals schon genau zu wissen, wem die Erlöse schließlich zu Gute kommen.

"Irgendwo auf der Welt ist doch immer etwas los", war sie sich aber sicher, später einen geeigneten Verwendungszeck zu finden. Dass jetzt die Flüchtlingsarbeit in Dorsten dringend Unterstützung benötigt, kommt ihr entgegen. "Das ist mir ein Anliegen", betont Gisela Ricken. "1945 gehörte ich selbst zu den Flüchtlingen, die aus Schlesien hierher kamen."

Gut bekannt in der Kreativszene

Die Deutenerin war früher in der Dorstener Kreativszene gut bekannt. Im Künstlerischen Kreativkreis Wulfen hat sie mitgearbeitet, in ihrem Kunstgewerbeladen in Deuten hat sie zahlreiche Ausstellungen organisiert. Aus gesundheitlichen und familiären Gründen sich aber vor Jahren zurückgezogen.

Schon einmal hatte sie einen ähnlichen Kunsthandwerksbasar auf die Beine gestellt, damals zugunsten der Tsunami-Hilfe. Auch diesmal hat sie kräftig die Werbetrommel gerührt - mit Mund-Propaganda im Bekanntenkreis, mit Aushängen in Banken, durch einen Artikel in der Kirchenzeitung. "Jeder muss nun seinen Teil beitragen, um den Flüchtlingen zu helfen", erklärt Gisela Ricken. "Und diese Verkaufsausstellung ist mein kleiner Beitrag, den ich dazu geben kann."

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