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Jill schlug beim Richtfest ein paar Mal kräftig auf den Nagel.

Richtfest für AWO-Wohnstätte

Große Vorfreude auf das neue Zuhause

Hardt - Mit vielen Gästen und künftigen Bewohnern der AWO-Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen an der Pestalozzistraße wurde Freitag Richtfest gefeiert.

Erst letzte Woche hat Bürgermeister Tobias Stockhoff ein Seminar zum Thema „Delegieren“ besucht. Beim Richtfest zeigte er, dass er dabei etwas gelernt hat. Nur die ersten zwei Schläge mit dem Hammer auf den Nagel in den symbolischen Dachbalken setzte er selbst.

Nagel eingeschlagen

Danach reichte er das Werkzeug weiter an die zukünftigen Bewohner, die voller Vorfreude auf das neue Zuhause ausholten. Auch Jill reihte sich in die Schlange derer ein, die einmal – oder auch viel öfter – den Nagel kräftig treffen wollten. Nach sieben Jahren auf einer Warteliste wird die 21-jährige Dorstenerin wohl eine der 24 Bewohner sein, die im Januar 2018 in das neue Haus an der Pestalozzistraße ziehen. „Das ist gut, weil hier eine Gruppe neu zusammenkommt und sie nicht in eine bestehende Einrichtung zieht“, findet Mutter Marion Sündermann. „Außerdem sind hier alle etwa in ihrem Alter, um die 20 Jahre, und kennen sich teilweise schon von der Arbeit in der Werkstatt oder von Geburtstagen“, ergänzt Vater Günter Sündermann.

Viele Neugierige

Wie die Sündermanns kommen viele Familien der zukünftigen Bewohner aus Dorsten oder aus Städten der näheren Umgebung. Neugierig waren sie – genauso wie zahlreiche Nachbarn – von ihnen zum Richtfest gekommen. Sehr zur Freunde von Christian Bugzel, Vorsitzender des AWO-Unterbezirks Münsterland-Recklinghausen, der in seiner Rede betonte, dass sehr bewusst das ehemalige Schulgelände Agatha 2 als Standort ausgewählt wurde: „Mitten in einem Wohngebiet, mit kurzen Wegen zu öffentlichen Verkehrsmitteln und zur Stadt. Das bedeutet Inklusion konkret.“ Bürgermeister Tobias Stockhoff schürte schon einmal die Vorfreude auf das Schützenfest, das die Bewohner fortan alle zwei Jahre ganz in ihrer Nähe mitfeiern können. Gemeinsam ging er mit Christian Bugzel dann in den Neubau, um einen Zeitstein, den das Jahr 2017 ziert, einzumauern. „Der muss ja nichts halten oder ist das ein tragender Stein?“, fragte der Bürgermeister lachend und überließ, nachdem er ein bisschen mit dem Zement experimentiert hatte, das Feld – in Erinnerung an seinen Seminarbesuch – doch lieber wieder den Experten.

24 Wohnplätze auf drei Etagen entstehen in der Wohnstätte. Die Zimmer sind Einzelzimmer (15,5 bis 16,5 Quadratmeter) mit eigenem Bad. Im Januar 2018 soll das Haus einzugsbereit sein.

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