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Horst Storb (r.) drehte am Sonntag Szenen eines Films gegen Rassismus und Gewalt am „Leo“.

Mit Betroffenen

Polizist dreht Kurzfilm gegen Gewalt und Rassismus

Dorsten - Alte amerikanische Autos, laute Motoren und Rocker – was auf den ersten Blick ein wenig den Eindruck erweckt, als würde an der Zeche ein Autotreffen stattfinden, hat in Wirklichkeit einen ganz anderen Hintergrund. Rund um das „Leo“ in Hervest wurden am Sonntag Szenen ein Kurzfilms gegen Gewalt und Rassismus gedreht.

„Und das Ganze wird von und mit Leuten gemacht, die es selber betrifft oder deren Szenen verrufen sind“, erklärt Horst „Hotte“ Storb, der das Projekt leitet. Storb ist Polizist und hat in den vielen Jahren im Dienst Rund um das „Leo“ in Hervest wurde am Sonntag ein Kurzfilm gegen Gewalt und Rassismus gedreht.

„Auch bei uns im Leo ist Gewalt ein alltägliches Thema“, sagt Christian Joswig, Leiter des „Leo“, der den Filmdreh unterstützt. „Ich erlebe oft, wie selbst Jugendliche unter 14 in die Gewaltspirale geraten.“ Oft nehmen sie sich die falschen Vorbilder, zum Beispiel aus der Rap-Szene, oder die Eltern erfüllen ihre Vorbildfunktion nicht richtig. Bekanntes Vorbild

Filmisches Vorbild

Der Film von Horst Storb basiert auf dem US-amerikanischen Spielfilm „The Wanderers“ aus dem Jahre 1979. Jugendbanden, die ihre Probleme stets mit Schlägereien lösen, entscheiden sich dazu, sie fortan in sportlichen Wettkämpfen auszufechten. „Im Originalfilm wird dann Football gespielt, da wir aber im Ruhrpott sind, spielen wir Fußball“, so Storb. Er selbst betreibt Kampfsport und ist Vorsitzender des Kumgang Vereins in Dorsten.

Immer wieder taucht in der rund zehnminütigen Schwarz-weiß-Fassung der Satz „Wir sind gegen Gewalt und gegen Rassismus“, auf. Man lässt sich nicht auf Prügeleien ein. Die circa 50 Schauspieler kommen aus unterschiedlichsten Szenen und Herkunftsländern: Rockabilly-Fans, Türken, Koreaner, Schweizer und sehr viele mehr. „Hier sind Menschen aller Konfessionen zusammengekommen“, sagt Storb stolz.

Auch zwei Musikvideos sind geplant

Die Musik zum Film liefern die „Blues Brother Doubles“ und „Mr. Blue“. Fünf Filmversionen sind geplant, unter anderem zwei Musikvideos für die Bands. Wann der eigentliche Kurzfilm fertig ist, steht noch nicht fest. Gezeigt werden soll er dann auf der Internet-Plattform Youtube, „weil man dort viele Jugendliche erreicht“, glaubt Storb. Durch die Verlinkung in sozialen Netzwerken habe man, so Storb, eine viel größere Verbreitung des Werkes und vor allem der Botschaft. Gegen Gewalt und Rassismus.

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