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Die Mühlenstraße soll saniert werden.

Sanierung der Mühlenstraße

Anwohner fühlen sich schlecht informiert

Holsterhausen - Die Sanierung der Mühlenstraße schmeckt vielen Anliegern überhaupt nicht. Und dass nicht nur, weil sie zur Kasse gebeten werden für etwas, das aus ihrer Sicht gar nicht zwingend notwendig wäre. Sie fühlen sich von der Stadtverwaltung schlecht informiert. Kein Einzelfall.

Die Stadtverwaltung spricht von einem "Bauprogramm", weil auf der Mühlenstraße ab Jahresende nicht nur die Fahrbahndecke saniert und die Straßenbeleuchtung verbessert wird, sondern auch die Kanalisation. Letzteres zahlt die Ruhrkohle AG, doch was oberirdisch passiert, müssen zu 80 Prozent die Anlieger des betroffenen Bereichs zwischen Pliesterbecker- und Mittelstraße hinblättern. Da werden nach vorsichtiger Kalkulation der Stadtverwaltung (24.0000 Euro) für jeden der 62 betroffenen Grundstückseigentümer ein paar Tausend Euro fällig.

Gesetzlich dazu verpflichtet

"Es liegt in der Natur der Sache, dass das den Leuten nicht gefällt", räumte der Technische Beigeordnete Holger Lohse am Dienstagabend im Bauausschuss ein. "Aber wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Straße zu sanieren. Und es macht Sinn, das direkt im Anschluss an die Kanalbauarbeiten zu machen."

Anwohner, die aus der Dorstener Zeitung von den geplanten Bauarbeiten erfahren hatten, kritisierten zu Beginn der Sitzung vor allem die Informationspolitik der Stadtverwaltung: "Wir hätten ein kurzes Schreiben oder einen Flyer erwartet, was da auf uns zu kommt." Den Brief mit einer ungefähren Kostenaufstellung gibt es Anfang nächster Woche, nachdem der Bauausschuss das Bauprogramm am Dienstagabend einstimmig abgesegnet hat.

Unmut in anderen Stadtteilen

Unmut wie in Holsterhausen hat es auch in anderen Stadtteilen gegeben, zum Beispiel am Kirchweg in Deuten und am Georgsplatz auf der Hardt. "Der Informations- und Erklärungsbedarf wird immer größer", hat auch Bürgermeister Tobias Stockhoff erkannt. "Da entsteht schnell der Eindruck, die Politik entscheidet über die Köpfe der Bürger hinweg." Denn wenn sie im Detail informiert werden, ist es für Einwände oft zu spät. Aus dieser verfahrenen Situation durch bessere Kommunikation im Vorfeld herauszukommen, sei "eine große Herausforderung".

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