Nach Gewalt-Vorwürfen

Schüler-Aussagen entlasten Busfahrer

DORSTEN - Das Thema hat hohe Wellen geschlagen: Einem Dorstener Schulbusfahrer wird vorgeworfen, mehrere Kinder geschlagen zu haben. Jetzt meldete sich die Schulleiterin zu Wort und erklärt, was ihr von anderen Schülern zugetragen worden ist.

Heike Lippert-Knospe ist Leiterin der Wilhelm-Lehmbruck-Schule und hat mit Lehrerinnen sowie Schülern und Eltern Gespräche über den Vorfall geführt und schildert die Situation zusammenfassend wie folgt: "Einige Kinder sollen schon vor der geschlossenen Tür des Busses gedrängelt haben. Als die Tür aufging, sollen vier Jungs mit Dampf nach hinten gerannt sein. Die Sportlehrerin war draußen, um die anderen Kinder reinzulassen. Als sie in den Bus gekommen ist, hat sie gesehen, wie sich der Busfahrer mit einigen Kindern unterhalten hat, um dann nach vorne zu gehen."

Tumult aufgelöst

Daraufhin habe die Lehrerin die Schüler gefragt, warum sie sich mit dem Busfahrer unterhalten haben. Die Kinder erklärten, dass sie von ihm geschubst und geschlagen worden sein sollen. Die Lehrerin habe den Fahrer auf die Vorwürfe angesprochen. Er habe erklärt, lediglich einen Tumult aufgelöst, jedoch niemanden geschlagen zu haben. Bei der darauffolgenden Busfahrt sei es zwar ruhig gewesen, doch kein Kind habe verstört gewirkt oder gar geweint. Die Lehrerin informierte Heike Lippert-Knospe über die Vorwürfe, die dann mit der betroffenen Klasse gesprochen hat. "Es gibt einige Kinder, die sagen, dass sich Mitschüler nicht an unsere geltenden Busregeln gehalten haben sollen, der Busfahrer habe den Tumult aufgelöst. Schläge konnten sie aber nicht bestätigen."

Die Schulleiterin legt Wert darauf, klarzustellen, dass die bisherige, lange Jahre andauernde Partnerschaft mit dem Busunternehmen Kremerskothen ohne jegliche Vorkommnisse abgelaufen ist. Auch gebe es klare Regeln, wie sich die Schüler während einer Busfahrt zu benehmen hätten.

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: dpa

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