Le Wagon-Restaurant: Der knuffige Speisewagen der „Dorstener Arbeit“ war auch am vergangenen Samstag im Trainingseinsatz bei der Virtuell-Visuell-Kunstaktion „Nur die Ruhe“ am Dorstener Bahnhof, der 2020 als Dorstener Bürgerbahnhof seine Pforten öffnen soll.
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Le Wagon-Restaurant: Der knuffige Speisewagen der „Dorstener Arbeit“ war auch am vergangenen Samstag im Trainingseinsatz bei der Virtuell-Visuell-Kunstaktion „Nur die Ruhe“ am Dorstener Bahnhof, der 2020 als Dorstener Bürgerbahnhof seine Pforten öffnen soll.

Projekt für den Bürgerbahnhof

Dorstener Arbeit bringt "Le Wagon-Restaurant" ins Rollen

Dorsten - "Le Wagon-Restaurant" hört sich besser an als "Speisewagen". Aber nicht nur deshalb hat die "Dorstener Arbeit" ihrem knuffigen Foodtruck diesen Namen gegeben: Der schick restaurierte Citroën HY ist ein waschechter Franzose aus Bordeaux.

Jürgen Erhardt, Geschäftsführer der gemeinnützigen Beschäftigungsgesellschaft, macht keinen Hehl daraus, dass er ein großer Fan dieses putzigen Oldtimers ist: „Heute sind die LED-Strahler für die Außenbeleuchtung gekommen, die montieren wir gerade.“

Qualifizierungsgastronomie

Dann führt er die einzelnen Stränge zusammen, die den Oldtimer ins Rollen brachten: „Wir machen schon länger ,in Auto’, haben bereits Oldtimer restauriert. Auch im hauswirtschaftlichen Bereich sind wir gut aufgestellt, haben sogar eine festangestellte Köchin. Und dann gibt es da noch das Projekt Bürgerbahnhof, das 2020 an den Start gehen soll und bei dem wir als ,Dorstener Arbeit‘ die Qualifizierungsgastronomie betreiben werden.“

Dass der Citroen HY als Zusatz-Sahnehäubchen aufgetupft werden konnte, hat seine eigene Geschichte: „Als Auslieferungsfahrzeug leistete er bei einem Schreiner in Bordeaux gute Dienste“, erzählt Erhardt von dem vor allem in Frankreich und Belgien beliebten Transporter, der Ende der 1948er- bis in die 1980er-Jahre ohne wesentliche Änderungen gebaut wurde. Ein leichtgewichtiges Arbeitstier mit dünnem Wellblech, das hohe Zuladungskapazitäten bietet. „Unsere ,Wellblechbude‘ wurde Anfang der 1970er gebaut, später restauriert und dann rollte sie als Food Truck durch die Lande“, berichtet Erhardt.

Als das Flammkuchen-Mobil wieder zum Verkauf stand, schlug die „Dorstener Arbeit“ sofort zu: „Damit kann man den Teilnehmern unserer Maßnahmen den Spaß an der Arbeit vermitteln, sie können Erfahrungen sammeln und erhalten das direkte Feedback der Kunden. Und die Dorstener können sehen, dass jemand, der arbeitslos ist, trotzdem ´was drauf hat.“

Erste interne Tests

Einüben, lernen, qualifizieren: Erste interne Test zum Eintrainieren der Abläufe und der Service-Mentalität sind schon gelaufen. Auch bei den beiden Kunstaktionen, mit denen der Kunstverein Virtuell-Visuell die Umbau-Zeit des Bahnhofs „verschönt“, war „Le Wagon-Restaurant“ schon im Einsatz: „Es gab zwar noch nichts Warmes, aber kühle Getränke“, verweist Erhardt auf die komfortable Ausstattung: vier Flammkuchenöfen, zwei Kochplatten, zwei Kühlschränke, Spülbecken und jede Menge Stauraum. Als Zweitfarbe zum champagnerfarbenen Corpus habe man sich beim Innenraum an die orange-rote Ziegelfarbe des künftigen Bürgerbahnhofs angelehnt. Auch die Fugen sind an der Bahnhofsfassade und am Auto gleich: anthrazit-schwarz.

Erster Einsatz beim Lichterfest

Kleiner Gag am Rande: Die Französischkenner, die sich die Karosserie-Aufschrift anschauen, werden schnell merken, dass sich hinter „21 Rue de Ruisseau de Vienne“ die Hervester Adresse der Dorstener Arbeit „Wienbachstraße 21“ verbirgt. Bis zum Lichterfest am 12. November können die Teilnehmer der Qualifizierungsmaßnahmen noch das Kochen und Servieren im Food Truck üben. Dann präsentiert sich „Le Wagon-Restaurant“ zum ersten Mal offiziell auf dem Dorstener Markt mit heißem Flammkuchen und Eintöpfen an Bord.

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