Catharine Gräfin von Merveldt und Ferdinand Graf von Merveldt freuen sich, dass Inga Nottelmann als neue Pächterin frischen Wind in Schloss-Hotel und -Restaurant bringen will.
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Catharine Gräfin von Merveldt und Ferdinand Graf von Merveldt freuen sich, dass Inga Nottelmann als neue Pächterin frischen Wind in Schloss-Hotel und -Restaurant bringen will.

Streit mit gräflichem Paar

Pächterin am Schloss Lembeck wirft das Handtuch

LEMBECK - Inga Nottelmann, Pächterin von Schlosshotel und -restaurant in Lembeck, wirft das Handtuch. 2009 besiegelte sie den Pachtvertrag mit dem Grafen von Merveldt. Jetzt sieht sie nach strapaziösen Gerichtsverfahren mit ihm keinen Ausweg mehr.

Ferdinand Graf von Merveldt wollte sich gestern zu dem umfangreichen Schreiben Inga Nottelmanns und den darin erhobenen Vorwürfen gegen ihn und seine Frau nicht im Detail äußern. Nur so viel: „Es ist ein Gerichtsverfahren anhängig. Während des laufenden Prozesses werde ich keine Stellung beziehen“, sagte von Merveldt gestern.

Schuldzuweisungen

Er fügte aber hinzu, dass er mit der Pächterin selbst keine Probleme habe. „Wohl aber mit ihrem Vater, der ebenfalls Geschäftsführer der KG ist“, so Ferdinand von Merveldt. Inga Nottelmann macht dagegen Catherine Gräfin von Merveldt als Problem aus: „Frau Gräfin Merveldt weigerte sich vom Tag der Eröffnung des Pachtbetriebes durch mich, auf die pachtvertraglichen Verpflichtungen, die ihr Ehemann mir gegenüber eingegangen ist, Rücksicht zu nehmen.“

Aus dem umfangreichen Schreiben von Inga Nottelmann geht hervor, dass sie den Abschied aus Lembeck sehr bedauert. „Sieben lange Jahre habe ich mich mit aller Kraft dafür eingesetzt, mir mit dem Pachtbetrieb ‚Hotel & Restaurant im Wasserschloss Lembeck‘ meine Existenz aufzubauen. Wenn das Schlosshotel heute nicht nur in der Region, sondern weit darüber hinaus einen ausgezeichneten Ruf genießt, dann ist das ein Verdienst ‚meines‘ Teams. Die vielen dankbaren Einträge in das Gästebuch und die Spitzenplätze, die mein Pachtbetrieb in den Bewertungsportalen erreichte, haben mich motiviert, trotz der großen Widerstände, die ich beinahe täglich zu überwinden hatte, durchzuhalten.“

Vor Bundesgerichtshof

Hinter Nottelmann und dem gräflichen Paar liegen seit der Aufnahme des Pachtverhältnisses im Dezember 2009 mehrere Gerichtsverfahren, die 2010 eröffnet und vor dem Amtsgericht Dorsten, dem Landgericht Essen, jetzt auch vor dem Oberlandesgericht Hamm und sogar dem Bundesgerichtshof ausgefochten wurden und werden. Es geht um Inhalte des Pachtvertrages, die strittig sind, um Nutzungsrechte des Schlossparks und die Zuwegung zur Gastronomie. Außerdem soll das gräfliche Paar Eintrittsgelder von Gastronomiebesuchern verlangt haben, die „darüber sehr verärgert“ gewesen seien, sagt die Pächterin. Die Gerichte hätten, so der Vater von Inga Nottelmann, Josef Nottelmann, „in den weiterführenden Instanzen überwiegend zu unseren Gunsten entschieden“.

Aus den für sie kräftezehrenden Auseinandersetzungen zieht Inga Nottelmann nun aber die Konsequenzen: „Ich möchte mein Leben nicht mit Streitigkeiten vergeuden.“ Gäste der Gastronomie bedauern das sehr. Auf Facebook schreibt einer: „Traurig, wir haben uns bei Ihnen sehr wohl gefühlt.“

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