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"Volks-Rock’n’Roller“ Andreas Gabalier auf Schalke.

Veltins Arena

Andreas Gabalier rockt vor 45.000 Fans die Arena auf Schalke

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In Gelsenkirchen hat der Superstar Andreas Gabalier anlässlich seiner Stadion-Tour ein Konzert für 45.000 Fans gegeben.

Andreas Gabalier ist im deutschsprachigen Raum ein Superstar, ohne Frage. Fest steht auch, dass er zu den umstrittensten Musikern seines Fachs gehört. Am Samstag feierte der „Volks-Rock’n’Roller“ sein zehnjähriges Bühnenjubiläum mit 45.000 Fans in der Arena auf Schalke in Gelsenkirchen. 

Manche vergöttern ihn, andere lehnen ihn  strikt ab

Während die Fans an seinen Lippen hängen und ihn vergöttern, lehnen andere ihn strikt ab. Seine Texte seien in Teilen homophob, frauenfeindlich und bedienten oftmals ein rechtspopulistisches Weltbild, sagen seine Kritiker.

In Gelsenkirchen fällt schnell auf, dass Andreas Gabalier vor allem Andreas Gabalier mag. Regelmäßig zollt er sich selbst Respekt, für die eigene Karriere, seinen Durchhaltewillen, sein Hinterteil … und überhaupt. Ebenso lässt er seine Fans mehrfach an diesem Abend wissen, wie verschwitzt er ist und wo diese Schweißmassen überall hinfließen. Unappetitlich. 

In Gelsenkirchen spricht er von „starken Burschen“ und „feschen Madln“

Für die Erkenntnis, dass der Alpenrocker vor allem alte Rollenbilder befürwortet, braucht es keinen Blick zwischen die Zeilen. Ist von Männern die Rede, spricht er von „starken Burschen“, die bitteschön die „feschen Madln“ in die Höhe heben. „Aaah, so viele fesche Madln hier“, raunt er hinterher. Ebenso verlangt der Alpenrocker mehrmals, man möge ihm doch die Kinder zeigen. „Wo sind denn die ganzen Kinder?“, fragt er in derselben Tonlage. Lange hält sich Gabalier mit konkreteren Aussagen zurück – bis das Lied „A Meinung haben“ auf dem Programm steht. 

Es sei eine Zeit, „in der man seine Meinung nicht mehr sagen darf“

Für „die Hochkultur“ seien seine Texte zu bodenständig, sagt er. Er aber habe lieber Ecken und Kanten, anstatt sich anzupassen. Das sei wichtig in einer Zeit, „in der man seine Meinung nicht mehr sagen darf“, sagt der Österreicher in Gelsenkirchen. Das Publikum stimmt ihm jubelnd zu. Drei Stunden dauert die perfekt inszenierte Show des Österreichers aus der Steiermark in der Arena auf Schalke.

Es ist eine grundsolide Alpen-Rock-Show

Den Fans wird eine grundsolide Alpen-Rock-Show geboten. Das liegt zum einen daran, dass der Multi-Instrumentalist Andreas Gabalier ein waschechter Showman ist, der weiß wie sein Publikum tickt und was es von ihm erwartet. Zum anderen liegt es an der Spitzen-Band, bei der vor allem die gute Bläsersektion richtig Freude bereitet. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass sich an Andreas Gabalier wohl auch in Zukunft die Geister scheiden werden. Und, dass es so bleiben wird, dafür wird der Volksrocker ganz sicher sorgen. Denn genau das ist sein Geschäftsmodell.

Am 7. September kommt Herbert Grönemeyer in die VELTINS-Arena und wird dort Stücke seines aktuellen Albums "Tumult" sowie Klassiker aus seiner langjährigen Karriere spielen.

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