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Graf Krollock und Sarah im Oberhausener "Tanz der Vampire"

Metronom Oberhausen

So war die Premiere des Musicals „Tanz der Vampire“ in Oberhausen

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Knapp zehn Jahre mussten die Musical-Fans warten, bis die Vampire wieder in Oberhausen einfielen. Jetzt war es so weit. Der „Tanz der Vampire“ feierte seine Premiere im Metronom-Theater.

Mit dabei: Promis wie Heinz Hoenig, Tom Gäbel, Janine Kunze oder auch Marie Wegener, Siegerin der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ 2018. 

In Oberhausen ist das rockig, bissig, lustig, gut

Es wurde ein wirklich unterhaltsamer Abend mit vielen guten Zutaten wie der bekannt-hinreißenden (Film-) Geschichte, durchweg guter Besetzung auf tänzerisch und zumeist auch gesanglich hohem Niveau, dem typischen Jim-Steinman-Rock-Bombast, einem eindrucksvollen Bühnenbild und gelungenem Licht-Design. Rockig, bissig, lustig, gut – auch wenn ein paar Schwächen den Musical-Genuss trübten. 

Das Beste am „Tanz der Vampire“ ist die Geschichte

Das Beste am „Tanz der Vampire“ ist ganz sicher eines – die Geschichte. Basierend auf Roman Polanskis Film aus dem Jahr 1967 erzählt das Musical von Michael Kunze und Jim Steinman, das seit der Uraufführung 1997 in Wien weltweit mehr als neun Millionen Zuschauer gesehen haben, vom Vampirforscher Professor Abronsius und seinem Assistenten Alfred. Sie suchen im geheimnisvollen Transsylvanien nach Vampiren, um deren Existenz zu beweisen. 

Das Bühnenbild kann sich in Oberhausen sehen lassen

Natürlich merkt man dem Stück die Tourneeproduktion an. Das Bühnenbild ist etwas kleiner geraten, die Besetzung auch. Dennoch: Das Bühnenbild ist klasse, die szenischen Übergänge nahezu perfekt, die Licht-Regie überzeugend, der obligatorische Jim-Steinman-Rock-Bombast mit Bonnie Tylers sich durch das ganze Musical ziehende Stück „Total Eclipse of the Heart“ ebenso. Und die Besetzung kann sich – ebenso wie die bemerkenswert vielfältigen Kostüme – sehen lassen. 

Raphael Groß aus Recklinghausen ist als Alfred richtig gut

Auch der gebürtige Recklinghäuser Raphael Groß (wirklich gut als schüchtern-stoffeliger Alfred) sowie die gebürtige Marlerin Marja Hennicke als Wirtin Rebecca. Ohne Professor Abronsius, (Luc Steegers) funktioniert natürlich die ganze Geschichte nicht. Steegers ist perfekt in dieser Rolle. Zerstreut, selbstverliebt, immer auf dem Weg von Logik und Wissenschaft. Überzeugt von sich bis zum bitteren Ende. 

Graf Krollock kann nicht wirklich überzeugen

Nur Graf Krollock (Filippo Strocchi) kann nicht ganz überzeugen. Er singt gut. Er tanzt sehr gut. Aber es fehlt eine richtige Rockröhre – und schauspielerisch auch das Dämonische. Dieser Graf ist definitiv zu weich. Zweites Manko des Abends: die Ton-Technik. Manchmal, in den Chorszenen, sind die deutschsprachigen Song-Texte nicht zu verstehen. 

Karten für den „Tanz der Vampire“ im Metronom Oberhausen gibt es im RZ- und SZ-Ticketcenter oder unter der Ticket-Hotline 0209/1477999.

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