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Zu Besuch in St. Peter: Maria Lobetskaya spielt am 2. Februar an der Klais-Orgel.

St. Peter

Russische Organistin eröffnet Matinee-Reigen

RECKLINGHAUSEN - 2019 ist das Jahr der Frauen – zumindest, wenn es um die internationalen Orgelmatineen in der Propsteikirche St. Peter geht. Diese beginnen jeweils am ersten Samstag im Monat um 12.05 Uhr. Den Auftakt macht am 2. Februar die Musikerin Maria Lobetskaya aus Russland. Der Eintritt ist wie immer frei.

Die 32-jährige Russin kann eine beachtliche Karriere vorweisen, konzertiert in ganz Europa und unterrichtet am Konservatorium. Kantor Thorsten Maus ist gespannt auf die Werke von drei russischen Komponisten, die Lobetskaya spielen wird. „Das sind virtuose Stücke, die hierzulande sonst nicht zu hören sind.“ Maus hatte in den vergangenen Jahren vor allem männliche Kollegen zu Gastspielen in die Petruskirche eingeladen. „Ich wurde mal gefragt, warum es so wenige Organistinnen gibt“, erklärt Maus, wie er auf die Idee für die Reihe gekommen ist. Seine Einschätzung: Vor allem in der katholischen Kirche geben meistens Männer den musikalischen Ton an. „Aber im Konzertbereich sind immer mehr Frauen, viele von ihnen virtuos und sehr ehrgeizig“, betont er. Gleichzeitig, so ist der Eindruck des Kantors, verbinden die Organistinnen ihr technisches Können oft mit einem gefühlvolleren Spiel als die Männer.

2. Februar: Maria Lobetskaya (Russland) 2. März: Ioanna Solomonidou (Deutschland) 6. April: Cindy Castillo (Belgien) 4. Mai: Zuzana Ferjencikova (Schweiz) 1. Juni: Hsiao-Yi Yu (Taiwan) 6. Juli: Prof. Isabelle Demers (USA) 3. August: Jane Parker-Smith (Großbritannien) 7. September: Prof. Hanna Dys (Polen) 5. Oktober: Giulia Biagetti (Italien) 2. November: Anna Lapwood (Großbritannien).

Bei zehn Konzerten können die Zuhörenden sich einen eigenen Eindruck verschaffen. Höchst unterschiedliche Musikerinnen hat Thorsten Maus für die Reihe gewonnen. Hsiao-Yi Yu aus Taiwan verbindet das Konzert mit einem Urlaub. Isabelle Demers, Professorin aus Texas, wird 2019 auch in der Elbphilharmonie auftreten. Die Britin Jane Parker-Smith gilt als „Grande Dame“ der Orgelszene. Anna Lapwood ist erst Mitte 20, aber schon musikalische Direktorin des Pembroke College in Cambridge. Sie führt internationale Chorprojekte durch, spielt nicht nur Orgel, sondern auch Harfe. „Sie ist eine absolute Topmusikerin“, schwärmt Maus.

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