Jung, frech, gut: Bernard Paschke.

Altstadtschmiede Recklinghausen

Kleinkunstreihe "wort.wärts": Startschuss mit Top-Besetzung

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In Recklinghausen fällt jetzt der Startschuss für die renommierte Altstadtschmieden-Reihe "wort.wärts" 

Es läuft gut mit „wort.wärts“. Bereits zum neunten Mal geht die Kleinkunst-Reihe der Altstadtschmiede über die Bühne. Auch diesmal gibt es – an sechs Abenden – einen bunten Mix aus Comedy, Kabarett, Entertainment, Stand up, Lesung und Show. Der Überblick:

Christoph Büske

Eines ist für Christoph Brüske klar: „Ein durchgeknallter Baulöwe stellt das Weiße Haus auf den Kopf, Sein Klon sitzt derweil in Downing Street Nr. 10 und feilscht mit Flinten-Uschi um den Brexit-Deal. Keine Frage: Wir leben in bekloppten Zeiten. Und was machen wir? Bringen unsere Kinder mit dem SUV zur Freitagsdemo und schauen der GroKo fröhlich beim Untergang zu“. Und genau das alles ist ein gefundenes Fressen für den Kabarettisten. Der Kölner mit der Lizenz zum Lachen führt das Publikum durch die Untiefen des Polit-Betriebes und behält trotz allem sein rheinisches Augenzwinkern. Und das ist eigentlich nicht leicht. Denn Brüske ist nach eigenen Angaben Fan des 1. FC Köln, VW-Diesel-Fahrer und SPD- Mitglied. Die Kritik feiert Brüske dafür gerne heftig: „Ein Füllhorn an politischem Kabarett – ohne Respekt, aber mit Tempo und Schärfe. Klasse!“

Christoph Brüske, Mittwoch, 2. Oktober, 20 Uhr

Bernard Paschke

Bernard Paschke wirkt ein bisschen wie der Werbe-Junge von der Kinderschokolade. Er ist aber auch jung. 18 Jahre jung – und dennoch bereits seit 2018 Ensemble-Mitglied der Leipziger Pfeffermühle und für den berühmten Prix Pantheon nominiert. Paschke ist die Stimme einer angeblich unpolitischen Generation, fragt und antwortet aus voller Kehle: „Kann man in Zeiten von AfD und Trump überhaupt unpolitisch sein? Nein!“

Bernard Paschke, Freitag, 4. Oktober, 20 Uhr

Ulle Bowski

Ulle Bowski ist nach eigenen Angaben inzwischen fest in Recklinghausen verwurzelter Gelegenheitskünstler. Und als solcher schüttet er seit rund zwei Jahrzehnten sein Füllhorn unterschiedlichster Ideen und Projekte aus. Dafür gab es bereits den Kultur-Kaktus 2019 der Grünen. In der Altstadtschmiede wird Bowski – unterstützt von Gästen – ausdrücklich lesen, obwohl das Projekt das Gegenteil verspricht. Titel: „Schreibblockade“. Etliche Romane, Reisereportagen, Kochbücher, Kurzgeschichten, Gedichte, Märchen, Novellen, Gesangbücher usw. hat Bowski nach eigenen Angaben begonnen, vielfach waren sogar Titel und Cover schon fertig – nur seine Werke wurden es doch nie. Dabei waren und sind die Enden von „Zwei Nasenhaare für Aschenbrödel“, „Das zweite Ei des Kolumbus“, „Europas letzter Apfel“ oder „Der Tragetaschentäter“ zum Greifen nah. Unterstützt von überraschenden, musikalischen wie lesenden Bühnengästen wird der gehemmte Autor versuchen, wenigstens diesen Abend zu Ende zu bringen.

Ulle Bowski, Samstag, 19. Oktober, 20 Uhr

Die Buschs

Die Buschs sind seit 1994 als Vater-Sohn-Duo unterwegs – und auch international. Gastspiele führten Vater Bernd und Sohn Andreas innahezu jedes europäische Land – und bis nach Marokko. Beim Festival Cirkul’art in Bratislava erhielten sie den Publikumspreis und begeisterten in Wien beim Komik-Festival Comicodeon. Im Angebot: Comedy, Zauberei und Trash – gepaart mit Elementen aus Clownerie, Slapstick und Varieté. Erwarten darf man eine Show, in der ein Föhn fliegt, mit Gästen die Glocken geläutet werden, ein Sinfonie-Orchester rockt, es auf der Bühne schneit, ein Wäscheständer zum Musikinstrument wird und das gesamte Publikum zum Star.

Die Buschs, Samstag, 26. Oktober, 20 Uhr 

Sabine Bode

„Ich schreibe, weil ich nicht rechnen kann!“, sagt die in Recklinghausen geborene Bochumerin Sabine Bode, die mit ihrer Vorpremiere nach Recklinghausen kommt. Ihr Erstling „Kinder sind ein Geschenk, aber ein Wellness-Gutschein hätt’s auch getan!“ war als Buch und Bühnen-Programm ein Erfolg, jetzt heißt es „Schlupflider sind keine Protestsongs“. Sie verspricht einen Blick in ihren „Mittelalter-Kosmos zwischen G-String und Gleitsicht“ und „ein Programm für Frauen in einem Alter, in dem das Vorglühen schon die Party ist“.

Sabine Bode, Samstag, 16. November, 20 Uhr

31. Autorennacht

Autorennacht Die 31. Recklinghäuser Autorennacht der Neuen Literarischer Gesellschaft hat Autoren aus dem Revier eingeladen, sich am Schreibwettbewerb zu beteiligen. Eine Jury wählt zehn bis zwölf Autorinnen und Autoren aus, die an diesem Abend ihre Texte vortragen werden. Als Auszeichnungen winken ein Unikat der Literatur-Eule und ein Geldpreis. Daneben wählt das Publikum den Text, der ihm am besten gefallen hat. Für den musikalischen Rahmen sorgt Alexander Parhomenko (Jazz-Piano). 

Recklinghäuser Autorennacht, Samstag, 23. November, 19 Uhr. Karten für die Veranstaltungen gibt es, soweit verfügbar, im RZ- und SZ-Ticketcenter oder unter der Hotline 02 09 / 14 77 999.

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