Hennes Bender beim Hurz
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Hennes Bender, der Wolf, das Lamm…

Comedy-Auszeichnung

Und es hat wieder „Hurz“ gemacht: So anders verlief die Preisverleihung in Corona-Zeiten

  • vonJan Mühldorfer
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Die Preisverleihung des „Hurz“ am Montagabend (25.1.) war auch als Stream durchweg überzeugend. Und auch Jaqueline Feldmann beim Nachwuchswettbewerb.

Es war immer ein Ereignis. Und zwar ein prominent besetztes. Ob Kurt Krömer oder Helge Schneider, Ludger Stratmann oder Ingo Appelt, Gaby Köster oder Hella von Sinnen, Atze Schröder oder Dieter Nuhr… Sie alle sind schon nach Recklinghausen gekommen , um den „Hurz“ entgegen zu nehmen. Den schrägen Comedy- Preis, der eine Hommage an die beiden gebürtigen Recklinghäuser Hape Kerkeling und Achim Hagemann ist, die mit ihrem gleichnamigen Sketch 1992 Comedy- Geschichte geschrieben haben.

Diesmal allerdings, bei der vierten „Hurz“-Verleihung, war alles anders. Aber nicht minder prominent besetzt. Gut: Die Action kam diesmal aus einem publikumslosen Studio, die Lacher folgten bei den Streaming-Fans daheim.

Wirklich gute Unterhaltung in einem publikumslosen Studio

Aber Herbert Knebel und Torsten Sträter (Heimat-Hurz, Laudatio: Hennes Bender: „Danke,. dass die AfD nicht im Festspielhaus spielen darf“) sorgten neben Moderatorin Steffi Neu („negativ getestet und positiv gestimmt von und mit Dr. Ludger Stratmann“) ebenso für wirklich gute Unterhaltung wie David Kebekus („Ich bin der Achim Hagemann der Familie Kebekus“), Gewinnerin Jacqueline Feldmann („Ich ernähr mich jetzt vegan“ – „Hättest Du nicht eigentlich lesbisch werden können?“) und „Reis against the Spülmachine“ (grandios: „In the Ghetto – In the Netto“ und „Amadeus, Amadeus – Hammer-Teewurst, Hammer-Teewurst“) im Nachwuchswettbewerb, die die Jury aus Bürgermeister Christoph Tesche, Lisa Feller und Achim Hagemann zu überzeugen versuchten.

Und die waren wirklich gut. Natürlich durfte der glänzend aufgelegte Hagemann auch als Pawel Popolski („Wodka con me“) nicht fehlen. Das alles war kein Ersatz für eine mitreißende Live-Show, aber ein gutes Trostpflaster für die vielen vielen Fans – und auch Musiker Sebel (kongenial an der Hammond) machte eine gute Nummer und noch mehr …

Immer einen Blick und ein Ohr wert: Torsten Sträter.

„Hurz“-Preisträger waren schon seit März 2020 bekannt

Die Preisträger waren bereits im März 2020 bekanntgegeben worden (wir berichteten). Neben Uwe Lyko alias Herbert Knebel (Ehren-Hurz; Brillante Laudatio von Wilfried Schmickler: „Er ist ein Großmeister der Parodie“; „Ehren-Hurz, wem Ehren-Hurz gebührt“) erhielten Chris Tall (Der-Wolf-das-Lamm-Hurz), Bernard Paul (Roncalli-Hurz) und Torsten Sträter (Heimat-Hurz) die Auszeichnungen.

Viele Recklinghäuser hatten leider keine Chance, den Stream zu verfolgen – und waren schwer enttäuscht. Die Seite war für sie nicht zu erreichen. Hier erfahren sie zumindest, wie es war – und Hennes Benders Laudatio für Sträter war wirklich bewegend. Bravo!

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