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Zoe Knoop und Jörg Maria Welke Foto: René Knoop

Seine Texte mit neuer Musik in der Sternwarte.

So kann Blixa Bargeld klingen

Der Wortkünstler Blixa Bargeld hat einmal gesagt, dass er sich seine Texte nicht ohne die Musik seiner Band „Einstürzende Neubauten“ vorstellen könne. Am Freitag, 28. Juni, will Jörg Maria Welke den Gegenbeweis antreten. In der Sternwarte Recklinghausen präsentiert er um 19.30 Uhr zum ersten Mal die lyrisch-musikalische Hommage an den Blixa Bargeld. Der Titel: „Ich bin’s“.

„Ich bin’s – Eine lyrisch-musikalische Hommage an Blixa Bargeld“, Premiere am Freitag, 28. Juni, 19.30 Uhr, Westfälische Volkssternwarte, Stadtgarten 6, Recklinghausen. Eintritt 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Vorbestellungen in der Sternwarte unter 0 23 61 / 2 31 34.

Der Recklinghäuser Regisseur und Rezitator hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit Blixa Bargeld auseinandergesetzt. Dieser wurde vor 60 Jahren als Christian Emmerich geboren. Anfang der 1980er-Jahre in Berlin: Hausbesetzungen, Aufbegehren gegen die Welt-, Wirtschafts- und Rüstungspolitik des Establishments. Ein Sehnsuchtsort für Kreative und Freaks aus aller Welt. Christian Emmerich, Schulabbrecher und Anhänger des „Dada“, verwandelte sich in Blixa Bargeld. Er gründete das Experimentalmusikkollektiv „Einstürzende Neubauten“ und begann die Musikwelt nachhaltig zu revolutionieren. Schon damals bezeichneten Kritiker die Texte von Blixa Bargeld als pure Poesie. „Mich beeindruckt die Bildwortgewalt seiner Sprache“, schwärmt Welke. „Er hat wunderbare Wortschöpfungen und einen großartigen Sprachwitz.“ Das Publikum erfährt an diesem Abend aber auch viel über das Leben von Christian Emmerich/Blixa Bargeld. „Ich zitiere aus Interviews mit seiner Mutter, der Ehefrau und Weggefährten wie Nick Cave.“ Ein Abend wie dieser kommt dennoch nicht ohne Musik aus, gespielt von Harfenistin Zoë Knoop. Aus einfachen Akkorden und Tonfolgen eine komplexe, tonale und mit hypnotischer Sogwirkung beeindruckende Musik erwachsen zu lassen, ist das Wesen der Minimalmusik. Der Niederländer Jeroen Van Veen ist einer ihrer bedeutendsten Interpreten und Schöpfer. Er stellte Zoë Knoop gern sein Notenmaterial zur Verfügung, die die Klavier-Kompositionen eigens für die Harfe bearbeitete. Bei der Premiere wird Komponist Jeroen Van Veen ebenfalls anwesend sein. „Er freut sich auf den Abend in der Sternwarte“, berichtet Jörg Maria Welke, „denn er hätte sich auch vorstellen können, Astronom zu werden.“ Das Planetarium bedient an diesem Abend Karsten Müller.

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