Vestischer Künstlerbund

Tolle Ausstellung in grandioser Kulisse

HERTEN - Gut. Man hätte natürlich in ein Museum gehen können mit dieser Ausstellung. Oder ins eigene Domizil, das Kutscherhaus in Recklinghausen. Aber das erschien dem Vestischen Künsterbund nicht wirklich passend. Nicht für diese Ausstellung – „Ohne Kohle“ –, ein künstlerisches „Tüss auch!“ an die Adresse des Bergbaus, für den nun endgültig Schicht am Schacht ist. Doch wohin dann?

Durch Zufall entdeckte Heidi Meier, 1. Vorsitzende des Künstlerbundes, die Hertener Zeche Schlägel & Eisen als möglichen Spielort – und stieß beim gleichnamigen Klub, der die Brache unter seine Fittiche genommen hat, sofort auf offene Ohren. Nun sind beide glücklich. Meier über die Räumlichkeiten – Weißkaue und Tiefkeller – „wie sie besser, authentischer nicht sein könnten“, und der Klub, dessen 2. Vorsitzende Kathi Schmidt sich stellvertretend für ihre Mitstreiter vor Begeisterung über die Ausstellung kaum einkriegen kann: „Die ist einfach nur toll.“ Und da hat sie Recht. So individuell jede einzelne Arbeit der 20 Kreativen (hauptsächlich Mitglieder des Künstlerbundes, aber auch einige geladene Kollegen aus dem Ruhrgebiet), so stimmig das Gesamtbild, das den formulierten Anspruch einlöst, die große Bedeutung des Bergbaus und des Wandels für die Region, ihre Menschen und ihre Kultur zu spiegeln. Alle Sparten Bildender Kunst sind vertreten Das geschieht mal verspielt, dann ernst, auch philosophisch inspiriert oder mit einer gehörigen Portion Schalk im Nacken – und vor allem: niemals langweilig. Eine vielseitige Ausstellung, die alle Sparten der Bildenden Kunst eint – vom Gemälde über die Plastik bis hin zur (Video-)Installation –, die überdies, und das ist ein nicht zu unterschätzendes Verdienst, Assoziationen freisetzt auch bei dem, der eben kein ausgewiesener Kunstexperte ist. Kurzum: Eine Ausstellung, die einfach großen Spaß macht.

INFO:

Am Freitag, 20. Juli, werden wir im „Journal zum Wochenende“ (Print-Ausgabe) die Ausstellung und ihre einzelnen Exponate ausführlich würdigen.

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