Allein vor leeren Rängen und der Kamera – Joshi, 18, ist Schüler des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs. Statt im Projekt „Lernpark“ live vor Publikum aufzutreten, werden er und seine Klasse in Filmen und Videobeiträgen bei einer „virtuelle Premiere“ zu sehen sein.
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Allein vor leeren Rängen und der Kamera – Joshi, 18, ist Schüler des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs. Statt im Projekt „Lernpark“ live vor Publikum aufzutreten, werden er und seine Klasse in Filmen und Videobeiträgen bei einer „virtuelle Premiere“ zu sehen sein.

Ruhrfestspiele Recklinghausen

„Lernpark“ im Rahmen der Ruhrfestspiele: Präsentationen finden auf anderen Wegen statt

  • Mareike Graepel
    vonMareike Graepel
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An vier Schulen in Recklinghausen wurden Kunstprojekte für die Ruhrfestspiele entwickelt. Die Präsentationen finden jetzt auf anderen Wegen statt.

  • Die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2020 mussten wegen der Corona-Krise abgesagt werden
  • Die Premieren des "Lernparks" finden trotzdem im Juni statt
  • Allerdings nicht als "virtuelle" Premieren

Die Ruhrfestspiele 2020 mussten wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden. Auch die im Rahmen des von der Mercator-Stiftung unterstützten „Lernpark“-Konzepts entstandenen Kunstprojekte an vier Schulen in Recklinghausen sind betroffen.

Aufgeben kommt aber nicht infrage, alle Beteiligten haben über Monate so viel investiert: Statt die seit dem letzten Herbst laufenden Vorbereitungen einzumotten, wurde umdisponiert. Jetzt finden die Premieren auf anderen Kanälen statt.

"Lernpark" im Rahmen der Ruhrfestspiele: "Virtuelle Premiere" statt Live-Performance

Die Schüler des Alexandrine-Hegemann-Berufskollegs haben sich mit dem Performancekollektiv dorisdean das Thema „Klasse“ vorgenommen: Was bedeutet Klasse eigentlich? In der Schule, im Leben? Welche Privilegien haben wir, und wo stoßen die an welche Art Grenzen? Statt der geplanten Live-Präsentation der Antworten gibt es nun ein Videoprojekt.

45 Minuten sind pro Dreh eingeplant 45 Minuten sind pro Dreh eingeplant – für etwa drei Minuten Film, die das Publikum später sieht. 

Neben den Filmsequenzen, die im Ruhrfestspielhaus von Filmemacher Marcel Nasciemento gedreht werden, gibt es Tanzchoreographien die im Stile von TikTok-Videos dazwischen geschnitten werden, und Geschichten vom und über das eigene Sofa, bei dem das Möbel im Vordergrund steht – unter anderem, um über ein Objekt einen symbolischen Blick auf die gesellschaftliche Klasse der Mitwirkenden zu werfen.

An den vier Projektenteilen nehmen rund 100 Jugendliche aus der Wolfgang-Borchert-Gesamtschule, dem Herwig-Blankertz-Berufskolleg, der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule und dem bereits erwähnten Alexandrine-Hegemann-Berufskolleg teil.

Die Gesamtleitung des „Lernpark“-Projekts haben Carina Langanki und Emel Aydogdu von transkript’09, die ihrerseits häufiger große Jugendprojekte geleitet haben.

Der Premierentermin bleibt trotz Covid-19-Pandemie der 3. Juni 2020, allerdings als nun „virtuelle Premiere“ sodass die Familienmitglieder und Freunde, die jetzt nicht zusammenkommen können, gemeinsam die Arbeit der Gruppe bewundern können.

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