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Nothing Twice - Ein Stück Hip-Hop für die Bühne. (Schauburg München)

Theaterfestival

Ruhrfestspiele 2020: Hier das Programm für die Kinder und Jugendlichen

Das Kinder- und Jugendtheater hat bei den Ruhrfestspielen einen besonderen Stellenwert und einen eigenen Bereich. Hier alle Informationen zum diesjährigen Programm.

Für die Veranstalter der Ruhrfestspiele ist der Bereich Kinder- und Jugendtheater ein zentraler Pfeiler des Festivals.

In diesem Jahr blicken die Produktionen des Kinder- und Jugendtheaterprogramms auf ganz persönliche Geschichten und nehmen politisch-gesellschaftliche Strukturen in den Fokus.

Zu Gast ist unter anderem die Schauburg München, das Junge Ensemble Stuttgart und das Grips Theater Berlin, das Theater Artemis aus den Niederlanden und das Mezzanin Theater aus Österreich.

Zahlreiche Produktionen aus dem Gesamtspielplan der Ruhrfestspiele sind zudem ebenfalls für Schulklassen und Kinder und Jugendliche geeignet, wie der Veranstalter mitteilte.

Ruhrfestspiele 2020: Hier alle Informationen rund um das Theaterfestival in Recklinghausen.

Hier finden Sie das komplette Kinder- und Jugendprogramm

Live Animation Cinema von sputnic

Die junge Astronomie-Studentin Anna hat, um gesammelte Daten von Teleskopen nach möglichen außerirdischen Signalen zu untersuchen, eine Künstliche Intelligenz (kurz: KI) entwickelt: IOta.

Das Live Animation Cinema bewegt sich dabei an der Schnittstelle von Animation und Live-Performance und bietet ein unkonventionelles Theatererlebnis.

Termine: 18. Mai, 18:00 Uhr / 19. Mai, 10:00 Uhr / 20. Mai, 10:00 Uhr

Dauer: ca. 1 Std. 30 Min., keine Pause

Ort: Theater Marl

Altersangabe: 13+

Nothing Twice - Ein Stück Hip-Hop für die Bühne von der Schauburg München

Choreograf Erik Kaiel, der seit vielen Jahren mit Tanz in U-Bahnstationen, Gärten, leeren Schwimmbecken, auf Gebäuden und gelegentlich auf Bühnen der ganzen Welt zu Hause ist, hat mit „Nothing Twice“ eine außergewöhnliche Theaterbegegnung inszeniert, in der er Breakdance, Graffiti und Lyrik im Bühnenraum aufeinander treffen lässt. Im Battle der Kunstformen lösen sich Räume, Gattungsbegriffe und Theaterverabredungen auf – und zunehmend auch die Trennung von Künstlern und Zuschauern.

Termine: 28. Mai, 10:00 Uhr / 28. Mai, 19:00 Uhr / 29. Mai, 10:00 Uhr

Dauer: ca. 1 Std. 20 Min., keine Pause

Ort: Halle König Ludwig 1/2

Altersangabe: 13+

Astronauten von und mit Milan Gather Junges Ensemble Stuttgart (JES)

Ein junger Mann lebt den Traum vieler junger Menschen: Er wird Astronaut. Und erzählt: Von den Strapazen des Auswahlverfahrens. Von der Erfahrung der Schwerelosigkeit im Simulator, dem Überlebenstraining unter Extrembedingungen. Von der Analogie-Mission in einer Höhle, um 2000 Meter unter der Erde für die nächste Mondlandung zu trainieren. 

In diesem Jahr zeigt JES-Ensemblemitglied Milan Gather in der konzentrierten Atmosphäre des Studios seinen Soloabend, für den er auch den Text schrieb. Ohne viel Chichi, authentisch und einnehmend erzählt Gather in „Astronauten“ von Macht und ihrem Missbrauch, davon wie Anderssein jemanden zum Außenseiter macht und wie Schuld einen Mächtigen schlussendlich zum Opfer seiner eigenen Taten werden lässt.

Termine: 11. Mai, 18:00 Uhr / 12. Mai, 10:00 Uhr / 13. Mai, 10:00 Uhr / 14. Mai, 10:00 Uhr / 15. Mai, 10:00 Uhr

Dauer: 50 Minuten, keine Pause

Ort: Studio im Ruhrfestspielhaus

Altersangabe: 12+

Jo im roten Kleid frei nach dem Bilderbuch von Jens Thiele (Mezzanin Theater Graz)

Ein Mann kehrt zurück in das Haus, in dem er aufgewachsen ist. Im Elternschlafzimmer steht noch immer der alte, große Holzkleiderschrank, der für ihn als Kind Versteck und Spielgrube war. Und in dem all die schönen Kleider seiner Mutter hingen. Manchmal hat er sie heimlich angezogen, bis er schließlich sein eigenes Kleid geschenkt bekam. In der Verbindung von Erzählung und Tanz werden die Erinnerungen des Mannes an seine Kindheit wieder lebendig.

Die Inszenierung des Mezzanin Theaters hinterfragt diese gesellschaftlich etablierten Vorstellungen von Weiblichkeit und Männlichkeit. Frei nach dem Bilderbuch von Jens Thiele erzählt sie vom Mut, sich über Konventionen hinwegzusetzen, seinen selbstbestimmten Weg zu nehmen und sich der Welt stolz so zu zeigen, wie man ist. 2017 wurde „Jo im roten Kleid“ für den STELLA-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum nominiert.

Termine: 07. Juni, 16:00 Uhr / 08. Juni, 09:30 Uhr / 08. Juni, 11:30 Uhr / 09. Juni, 09:30 Uhr

Dauer: 1 Stunde, keine Pause

Ort: Festspielzelt

Altersangabe: 8+

Krieg (Oorlog) vom Theater Aremis, Niederlande

Ein Ballon, der langsam Luft verliert. Kleine Hubschrauber, die von einem Baum fallen. Eine Dusche, die weint. Ein Publikum, das schießt. Und drei Soldaten auf Rollschuhen, die rückwärts sprechen. Wie bitte? Finden Sie es selbst heraus!

„Wir wünschten, wir hätten was Vernünftiges zu sagen. Tut uns leid. Aber ein Krieg ist selbst für uns zu groß.“ Drei Schauspieler, als Soldaten verkleidet, zergliedern Krieg in seine einzelnen Phasen und spielen diese auf der Bühne nach. 

Termine: 09. Mai, 15:00 Uhr / 10. Mai, 12:00 Uhr / 10. Mai, 15:00 Uhr / 11. Mai, 09:30 Uhr / 11. Mai, 12:30 Uhr

Dauer: 50 Minuten, keine Pause

Ort: Kleines Haus

Altersangabe: 6+

Hinweis: Die Aufführung zeigt keine Waffen oder andere militärische Ausrüstung. Es wird an einigen Stellen laut.

Das Leben ist ein Wunschkonzert von Esther Becker (GRIPS Theater Berlin)

„Das Leben ist kein Wunschkonzert”, sagen die Erwachsenen. Und das sagt auch Anna, die ihren Alltag alleine meistern muss. Ihre Eltern sind seit geraumer Zeit irgendwo zwischen zu viel Bier, Wein und nächtlichen Partys auf der Strecke geblieben.

Mal poltert es hier, mal zerspringt eine Flasche dort, doch bleiben sie für Anna ein entferntes Gemurmel. Zum Glück hat sie mit der Schnecke Uli Sascha Chris ein neues Haustier, das ihr zur Seite steht. Wenn da mal nicht die Zahnfee ihre Finger mit im Spiel hat.

Termine: 13. Mai, 10:00 Uhr / 13. Mai, 14:00 Uhr / 14. Mai, 10:00 Uhr

Dauer: ca. 1 Std. 10 Min., keine Pause

Ort: Kleines Haus

Altersangabe: 6+

Der Bär, der nicht da war (Theater Marbu, Bonn)

Es war einmal ein Juckreiz. Der kratzt sich und ist plötzlich: Ein Bär, der vorher nicht da war. In seiner Tasche findet er einen Zettel, auf dem steht: „Bist du Ich?“ „Gute Frage“, denkt sich der Bär und macht sich auf den Weg es herauszufinden.

Auf seiner Suche begegnet er dem bequemen Bergrind, dem saumseligen Salamander und dem vorletzten Vorzeige-Pinguin, lauscht seiner eigenen Stille und folgt ihrem Klang, erfreut sich an Blumen und schönen Gedanken, verirrt sich beim Geradeausfahren auf dem trägen Schildkröten-Taxi und findet schließlich – zu seiner großen Freude – sich selbst.

Claus Overkamps Inszenierung stellt große philosophische Fragen für kleine Zuschauer*innen und lädt sie ein, auf sinnliche und spielerische Weise die eigene Identität zu entdecken.

Termine: 24. Mai, 16:00 Uhr / 25. Mai, 09:00 Uhr / 25. Mai, 11:00 Uhr / 26. Mai, 09:00 Uhr / 26. Mai, 11:00 Uhr

Dauer: 40 Minuten, keine Pause

Ort: Festspielzelt

Altersangabe: 4+

Krabbelkonzert (Musa!-Ensemble)

Wie bereits im vergangenen Jahr lädt Andrea Apostoli auch in dieser Ruhrfestspiel-Saison Kinder im Alter von null bis drei Jahren zum Krabbelkonzert ein.

Zusammen mit seinem Musa!-Ensemble gestaltet er für sie eine ganz besondere Raumatmosphäre, bei der die Kinder buchstäblich im Mittelpunkt stehen, sitzen oder liegen und die Klänge sie von allen Seiten umgeben. Ganz nah dran sind sie an den faszinierenden, fremd aussehenden Gegenständen, die so interessante Geräusche machen und die man am Ende des Konzerts auch einmal anfassen darf.

Termine: 23. Mai, 10:00 und 11:30 Uhr / 24. Mai, 10:00 und 11:30 Uhr

Dauer: 45 Minuten, keine Pause

Ort: Box im Festspielhaus

Alter: 0-3

Hinweis: Wir bitten zu beachten, dass die Aufsichtspflicht während des Konzertes bei den Erziehungsberechtigten liegt.

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