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Recklinghausen, Treffen der Erstunterzeichner der Initiative Kulturerbe Ruhrfestspiele, Foto: J. Gutzeit

Ruhrfestspiele

Kulturerbe-Initiatoren stellen sich vor

RECKLINGHAUSEN - Der Vorhang wurde gelüftet: Es stellte sich die Gruppe vor, die die Idee hatte, die Ruhrfestspiele als Immaterielles Kulturerbe der Unesco anerkennen zu lassen. Bei einem ersten offiziellen Treffen im Vereinsheim des TC Hohenhorst sprachen die Erstunterzeichner über den Stand ihrer Initiative und das weitere Vorgehen.

Zunächst hatten sie es vorgezogen, anonym zu bleiben. Das hatte seinen Grund, denn einer der Impulsgeber ist der ehemalige Landrat und Bürgermeister Jochen Welt (SPD). „Ich wollte nicht, dass das Thema in die parteipolitischen Mühlen gerät und möglicherweise deswegen nicht verwirklicht wird“, sagte der 72-Jährige. Da alle Ratsfraktionen das Projekt Kulturerbe unterstützen und jüngst mit Bürgermeister Christoph Tesche (CDU) verabredet haben, bis zur Sommerpause einen Antrag auf den Weg zu bringen, ist diese Sorge nunmehr unbegründet.

Auch wenn frühere Ratsmitglieder wie Norbert Geidis, Uwe Adam Ingrid Kahe und Walter Schubert ebenfalls zum Unterstützerkreis gehören: Es ist keine ausgewiesene SPD-Veranstaltung. Zum 18-köpfigen Kreis gehören unter anderem der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Vest, Dr. Klaus F. Bresser, der Unternehmer Peter Wolf, der Zahnarzt Dr. Anselm Sarrazin, Ingrid Kahe, der ehemalige Schulleiter des Bildungszentrums Haltern, Karl-Heinz Georgi, der frühere Schulleiter des Herwig-Blankertz-Berufskollegs, Dr. Hans-Werner Köhler, und der Hobby-Historiker Friedhelm Steckel.

Das Gebäude selbst als Weltkulturerbe zu betrachten, kam aus naheliegenden Gründen nicht in Betracht. Daher wurde der Gedanke geboren, die Ruhrfestspiele als Immaterielles Kulturerbe würdigen zu lassen, um ihren Erhalt zu sichern. Denn dafür sieht die Unesco als Kriterium unter anderem vor, dass solche kulturelle Ausdrucksformen auf eine Liste aufgenommen werden, „die unmittelbar von menschlichem Wissen und Können getragen, von Generation zu Generation weitervermittelt und stetig neu geschaffen und verändert werden“.

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