Ruhrfestspiele
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Digitales Treffen

Ruhrfestspiele Recklinghausen 2020: So geht es mit dem Format "Neuer Zirkus" weiter

Ein Herz für den Neuen Zirkus: Bei einem digitalen Ruhrfestspiel-Veranstaltertreffen haben die Verantwortlichen jetzt nach einer Lösung gesucht, um den Künstlern durch die Corona-Krise zu helfen.

  • Die Ruhrfestspiele 2020 können wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden
  • Auch die Produktionen vom Neuen Zirkus fallen somit aus
  • Jetzt haben sich die Veranstalter digital beraten

Die Corona-Krise hat den Ruhrfestspielen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Theaterfestival musste abgesagt werden. Davon ist natürlich auch das Format Neuer Zirkus betroffen. Geplant waren sogar Weltpremieren, die die Ruhrfestspiele hervorgebracht hätten.

Neben spannenden traditionellen Zirkusformaten wie Roncalli sollte der Neue Zirkus mit seiner eigenen, experimentellen Ästhetik eine eigene Kunstform werden, wie es in Frankreich längst üblich ist und auch seit der 70er Jahre institutionell gefördert werde. Und endlich herrsche in Deutschland die nötige Aufbruchstimmung dafür.

Neuer Zirkus: So geht es für die Künstler weiter

Deshalb sind die Ruhrfestspiele im vergangenen Jahr dem Bundesverband Zeitgenössischer Kunst, kurz BUZZ, beigetreten. Als Dachverband, Netzwerker und Info-Plattform für Vertreter aller professionell Zirkusschaffenden mit Sitz in Deutschland hat der BUZZ 2018 etwa das Förderprogramm „Zirkus On“ geschaffen, in dessen Jury dieses Mal auch die Ruhrfestspiel-Programmmacherinnen Lilja Kopka und Anna Fentrop (in Elternzeit) saßen.

Eigentlich hätte das Veranstalter-Treffen mit der Präsentation der drei Gewinner-Projekte am 29. Mai in Recklinghausen stattfinden sollen. Eigentlich. Doch dieses Mal wird es wegen Corona nur ein digitaler Live-Stream.

Dennoch: Das Herz für junge Künstler und junge Kunstformen schlägt weiter am grünen Hügel. Und damit Formate wie Smashed oder die Kurzsstücke die Krise überleben und für 2021 angepeilt werden können, habe man, so Kopka, mit dem Aufsichtsrat eine Lösung gefunden, Ausfallhonorare für die Künstler zu zahlen – „im Sinne des Solidaritätsgedanken, in dem die Ruhrfestspiele einst gegründet wurden“. Ganz ohne das Wort „eigentlich“, das in Corona-Zeiten allzu oft bemüht wird!

Ina Fischer

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