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Kabarettist Steffen Möller.

Ruhrfestspiele

Steffen Möller bei den Ruhrfestspielen – Anekdoten sind kurzweilig und amüsant

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Recklinghausen - Steffen Möller überzeugt mit amüsantem Bericht aus seiner Wahlheimat. Der Kabarettist begeisterte jetzt das Publikum auch bei den Ruhrfestspielen.

Für einen Sprachkurs reiste er 1993 erstmals nach Polen, um sich, nach erfolgreich beendetem Studium, dauerhaft dort niederzulassen. Wie er lernte, Land und Leute zu lieben und zu schätzen, davon berichtete er in seinem Programm „Auf nach Polen – warum es hinter der Oder so Neiß ist“.

Zuallererst müssen die Zuschauer im ausverkauften Zelt der Ruhrfestspiele allerdings einen kurzen Sprachkurs durchlaufen. „Przepraszam, ein Wort, das es zu beherrschen gilt“, erklärt Möller. „Das heißt Entschuldigung.“ Der folgende Versuch, das Wort richtig auszusprechen, stellt für das Festspielpublikum noch kein Problem dar. Dass Krakau früher die Hauptstadt Polens war und dass es dort den zweitgrößten Marktplatz Europas gibt, erfährt das Publikum auch. Ebenso, dass es im Polnischen ausschließlich drei Zahlen ohne Zischlaute gebe.

Die Unterschiede zwischen Deutschen und Polen macht er ebenso wie die Gemeinsamkeiten zum Thema: „Circa ein Drittel der Menschen im Ruhrgebiet haben polnische Wurzeln“, sagt Möller. „Mottek“ für Hammer sei ein gutes Beispiel. Ebenso wie „Pille“ für einen Fußball. „Kaum einer weiß noch, dass diese Begriffe polnischen Ursprungs sind“, so Möller. Diese Anekdoten bereitet er durchgehend kurzweilig und amüsant auf. Nein, ein Feuerwerk an geläufigen Gags liefert Möller nicht ab. Gut so. Denn, das Publikum durfte sich stattdessen an einer Mixtur aus intelligentem Witz und leidenschaftlichem Emigranten-Bericht erfreuen.

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