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Eine Clique aus Gladbeck muss sich vor dem Landgericht Essen verantworten.

Essen

Kiloschwere Drogengeschäfte - Gladbecker Clique steht jetzt vor Gericht

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Die fünf Angeklagten sollen Marihuana in einem Einraum-Appartement zwischengelagert haben. Dabei hatte die einzige Frau im Bunde die Wohung aus ganz anderen Gründen angemietet.

Eine kleine Wohnung als Geheimversteck, dazu kiloschwere Drogengeschäfte: Eine Clique aus Gladbeck muss sich seit Mittwoch vor dem Essener Landgericht verantworten.

Die fünf Angeklagten sollen die Stadt monatelang mit Marihuana versorgt haben. Laut Staatsanwaltschaft kam das Rauschgift aus Holland und wurde in einer winzigen Wohnung zwischengelagert. Das Einraum-Appartement hatte die einzige Frau unter den Angeklagten angemietet – für 60 Euro pro Monat. Dass die Miete so billig war, hatte offenbar gleich zwei Gründe: Erstens stand die Wohnung seit Monaten leer, zweitens hatte sie keine Sanitäranlagen.

„Ich wollte dort mit einer Freundin eigentlich eine Bastelwerkstatt einrichten“, ließ die 27-Jährige die Richter wissen. Tatsächlich sei sie aber dann doch nur als sogenannte Bunkerwohnung genutzt worden – für die Zwischenlagerung der Drogen. „Mich reizte der Gedanke, mit dem Verkauf von Marihuana unseren eigenen Rauschgiftkonsum zu finanzieren“. Ihr mitangeklagter Freund soll Kontakt zu einem Mann in Venlo geknüpft haben, der laut Anklage spätestens ab dem Sommer 2018 kiloweise Rauschgift über die Grenze geschickt hat.

Irgendwann war der 27-Jährigen das Risiko der Entdeckung aber offenbar zu groß geworden. Sie stieg aus. Allerdings nicht, ohne sich offiziell auszahlen zu lassen. Schließlich seien es ihre Kontakte gewesen, die den Absatz der großen Mengen erst möglich gemacht hätten. Ihre „Abfindung“ laut Anklage: 16.300 Euro.

Einer ihrer Mitangeklagten hat seine Verstrickung in die Drogengeschäfte ebenfalls gestanden, die drei anderen wollen sich später äußern.

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