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Eine weggeschnippte Zigarettenkippe kostet in Gladbeck 100 Euro.

Kampf gegen Umweltsünder

Kommunaler Ordnungsdienst geht jetzt in Zivil auf Streife – und hat Erfolg

Ohne Uniform lassen sich Verstöße leichter entdecken und ahnden, argumentiert die Stadt Gladbeck.

Achtlos weggeworfener Müll, Zigarettenkippen oder auch rücksichtslose Radfahrer in der Innenstadt sind oftmals ein Ärgernis: Aus diesem Grund ist der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) jetzt verstärkt mit Teams in Zivil auf Streife gegangen, um Verstöße zu entdecken und zu ahnden.

Darunter auch die Kollegen Ruby Eßlinger-Lemke und Maurice Saslona, die in neutraler Kleidung in der Innenstadt kontrollierten. „Wir schauen besonders auf Vergehen, die wir ohne Uniform besser feststellen können. Dabei achten wir vor allem auf Radfahrer und Menschen, die ihre Abfälle unsachgemäß entsorgen“, erklärt Maurice Saslona.

Härtere Strafen in Gladbeck

Die Stadt Gladbeck hat Ende des vergangenen Jahres die Verwarngelder erhöht. Das bedeutet vor allem härtere Strafen für das Wegwerfen von Müll, Zigarettenkippen und Kaugummis. „Radfahrer erwartet eine Strafe von 15 Euro, bei Zigarettenkippen sieht es schon anders aus: Da sind wir bei 100 Euro“, nennt der KOD-Mitarbeiter die Spanne der möglichen Strafen. Insgesamt verwarnte der Kommunale Ordnungsdienst in der Aktionswoche 20 Radfahrer, die unerlaubt in der Innenstadt gefahren sind (je 15 Euro), eine Person, die eine Zigarette auf den Boden geworfen hat (100 Euro), sowie eine weitere, die gegen die Anleinpflicht verstieß (55 Euro).

Die meisten zeigen sich einsichtig

„Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich. Manche wollen sofort bezahlen, andere diskutieren auch mal mit uns. Das sind wir aber mittlerweile gewohnt“, erzählt Maurice Saslona. Die meisten „ertappten“ Innenstadtbesucher zeigten sich jedoch einsichtig und zahlten direkt vor Ort das Verwarnungsgeld an die Ordnungsamtsmitarbeiter. Ein Augenmerk richtete der KOD auch auf die „Trinkerszene“ rund um Willy-Brandt-Platz und Friedrich-Ebert-Straße: Bei insgesamt 32 Kontrollen wurden hier 26 Platzverweise ausgesprochen.

Weitere Aktionen in Gladbeck geplant

Die Stadt kündigt weitere Aktionen an. Hierzu zählen in den kommenden Monaten unter anderem die Kontrolle von Hundehaltern in Grünanlagen und von Parkverstößen in den Stadtteilen, Schulwegkontrollen mit der Polizei und Überprüfungen auf Sport- und Spielplätzen.

Auch in Marl wird über eine Verschärfung des Bußgeldkatalogs nachgedacht.

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