Das Zählen von Münzgeld geht ins Geld: Die Bank erhebt dafür eine Zählgebühr.
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Das Zählen von Münzgeld geht ins Geld: Die Bank erhebt dafür eine Zählgebühr.

Bei Abgabe von Kleingeld

20 Euro Zählgebühr verärgerten Halternerin

HALTERN - Ein Eimer voller Kleingeld hatte sich bei Hannelore Reich im Laufe der Jahre angesammelt. „Reicht vielleicht für ein Essen mit dem Partner“, dachte sie und brachte die Münzen zur Volksbank in Sythen.

Dass sie für das Zählen 20 Euro Gebühren zahlen musste, ärgert die Halternerin. „Die Manager der Volksbank essen mit“, macht sie ihrem Zorn Luft: „Ich hatte schon immer etwas gegen Mitesser.“

Volksbank-Prokurist Christoph Sebbel wehrt sich gegen die Vorwürfe. Vor drei Jahren seien die Gebühren eingeführt worden. „Wir haben damals gemerkt, dass wir mit immer mehr Münzen konfrontiert wurden.“

Keine Zählgeräte vorhanden

In anderen Banken seien die Zählgeräte zum Teil nicht mehr vorhanden, so dass der Druck auf die Volksbank-Filialen immer größer geworden sei. Die Kundin sei vor dem Zählen über die Gebühren informiert worden, außerdem weisen Aushänge darauf hin. „In der Bank hat es kein böses Wort gegeben“, wundert sich Sebbel, dass Reich nun an die Öffentlichkeit gegangen ist.

Haushaltsübliche Mengen

„Haushaltsübliche Mengen“ könne man nach wie vor als Kleingeld entgeltfrei einzahlen, sagt Sebbel. Darunter versteht die Volksbank eine Summe von bis zu 25 Euro. Auch Kinderspardosen seien am Weltspartag selbstverständlich von der Gebühr ausgenommen.

Ab 25 Euro ein Cent pro Münze

Ab 25 Euro erhebt die Volksbank eine Gebühr von einem Cent pro abgegebener Münze. In Reichs Fall waren das insgesamt über 2000, darunter 800 Ein-Cent-Münzen. So errechnet sich die Gebühr von 20 Euro. „Das ist aber nur ein Bruchteil der wirklich bei uns anfallenden Kosten“, stellt Sebbel klar. So müsse das Geld aus dem Zählgerät gerollt und eingeschweißt werden, dann wird es in Normcontainer verpackt und mittels eines Wachtransportunternehmens zur Bundesbank geschafft.

Bundesbank erhöhte Gebühren

„Die Bundesbank hat ihre Entgelte für die Annahme von Kleingeld auch erhöht“, so Sebbel. Das Geschäft mit den Münzen sei aufwändig, und man trage hohe Folgekosten, so Sebbel. Verdient werde daran nichts, sondern man betreibe es als Service für den Kunden. Übrigens auch in der anderen Richtung, also mit Münzrollen, die man etwa Geschäftskunden an sieben Tagen in der Woche am automatischen Münzrollengeber anbiete

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