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Die DLRG im Einsatz auf dem Baggersee

Über 50 Helfer im Einsatz

DLRG führte spektakuläre Übung bei den Quarzwerken durch

FLAESHEIM - Eine große Übung hat der Bezirksverband Emscher-Lippe-Land der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Wochenende bei den Quarzwerken in Haltern-Flaesheim durchgeführt. Und diese Übung war durchaus spektakulär.

Helfer der DLRG und des THW stochern vorsichtig mit langen Stangen im Sand am Seeufer hinter dem Quarzwerk in Flaesheim. Sie suchen nach Verschütteten, die beim Abrutschen eines Deiches unter dem Sand begraben worden sind. Zum Glück ist dies alles aber nur eine Übung.

Die führte der Bezirksverband Emscher-Lippe-Land der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Wochenende in Haltern durch. Über 50 Helfer aus Marl, Haltern, Waltrop, Bottrop, Dortmund und Gelsenkirchen waren vor Ort, um die angenommene Katastrophenlage zu bewältigen. Unterstützt wurden sie von Kräften des Technischen Hilfswerkes (THW).

Übungsleiterin Kathrin Höhnerhaus hatte ein umfangreiches Szenario für die Übung geplant: Durch Starkregen und stetig steigenden Wasserstand waren die Deiche eines angenommenen Übungsflusses (in diesem Fall der Baggersee am Quarzwerk) stark unterspült. Deshalb kam es zu einem Abrutschen der Deichkrone. In dem entsprechenden Abschnitt hielten sich die diesem Zeitpunkt 15 „Hochwassertouristen“ auf. Einige von ihnen wurden beim Abrutschen im Sand verschüttet, weitere Personen in den Fluss/See gespült. Weitere zehn flüchteten in Panik in den Wald.

Vielfältige Aufgaben

Die Aufgaben der Helfer waren deshalb vielfältig: Taucher suchten auf dem Grund des Sees nach den ins Wasser gespülten Personen, der größte Teil der Helfer grub nach den Verschütteten, ein weiterer Teil suchte im Wald nach den Geflüchteten.

„Dabei nutzen wir die Orientierungspunkte, die inzwischen im Wald angebracht sind, um die Personen anhand dieser Koordinaten ausfindig zu machen“, sagte Kathrin Höhnerhaus.

Am Samstagmorgen hatten sich die Helfer auf der Feuerwache in Dorsten zunächst die theoretischen Grundlagen des Einsatzes erarbeitet. Anschließend führte sie der Alarm nach Haltern. Zu den Besuchern im Übungsgelände zählten deshalb neben dem stellvertretenden Landrat des Kreises Recklinghausen, Harald Nübel, unter anderem auch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff und der stellvertretende Halterner Bürgermeister Heinrich Wiengarten. DLRG Bezirksleiter Detlef Meer und Pressereferent Sebastian Gehrt erläuterten den Besuchen Details.

Taucher an Leinen geführt

So gingen zwei Taucher geführt an Leinen ins Wasser, um den Grund des Sees abzusuchen. „Mit den Leinen kann der Taucherführer mit den Männern unter Wasser kommunizieren“, so Detlef Meer. Bei Einsätzen im Bezirksgebiet seien fast immer auch die Taucher der Halterner Staffel dabei. Es dauere aber normalerweise immer rund eine Stunde, bis sie im Ernstfall einsatzbereit seien.

Bei den warmen Außentemperaturen um die 20 Grad wurde die Suche nach den Vermissten am Strand des Baggersees zur schweißtreibenden Angelegenheit. Beobachter notierten jedes Detail der Übung. Am Sonntag stand dann unter anderem die Manöverkritik an.

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