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Eichenprozessionsspinner haben sich an den Eichen auf Höhe der Dachsbergschule in Flaesheim angesiedelt. Forst-Mitarbeitern der Firma Bennemann im Auftrag der Stadt haben begonnen die Raupen und Nester abzusaugen.

Eichenprozessionsspinner

Stadt reagiert spät auf giftige Insekten an Schule

FLAESHEIM - Mit Atemschutzmasken und Schutzbrillen hat eine Fachfirma am Donnerstag (8. Juni) gesundheitsschädliche Raupen von Bäumen an der Straße Zum Dachsberg entfernt. Die Stadtverwaltung gab an, erst am Vortag von dem Befall erfahren zu haben. Es stellte sich aber heraus, dass Anwohner viel früher Alarm geschlagen hatten.

Am Donnerstagmorgen rückte eine Fachfirma an der Straße Zum Dachsberg an, um zehn Bäume, die von den Raupen des Prozessionsspinners befallen waren, von den Nestern und Larven des Nachtfalters zu befreien. Verpackt in Schutzkleidung und ausgerüstet mit Atemschutzmasken und Schutzbrillen saugten die Arbeiter die Kokons und die Larven von den Stämmen und aus den Baumkronen.

Die umfassende Schutzkleidung lässt erahnen, dass mit dem Nachwuchs dieser Nachtfalterspezies nicht zu spaßen ist. Das bestätigt auch Stefan Befeld vom Landesbetrieb Wald und Holz: „Die feinen Brennhaare dienen dem Falter als Schutzmechanismus und sind für den Menschen ziemlich gefährlich“, betonte er auf Anfrage. Hautreizungen können auftreten. Daher sei es auch absolut notwendig, dass ausschließlich Fachleute – und auch nur in entsprechender Schutzkleidung – die Beseitigung vornehmen würden.

Die Stadt ließ sich aber relativ lange Zeit, um aktiv zu werden. Denn anders als zunächst von Stadtsprecher Thomas Gerlach erklärt, hatten Anwohner bereits am Donnerstag (1. Juni) die Stadt darüber informiert, dass an der Straße Zum Dachsberg Bäume mit dem Eichenprozessionsspinner befallen waren. „Mein Schwager hatte beim Bürgerbüro angerufen und die Stadt darüber informiert“, erklärte eine von unserer gestrigen Berichterstattung überraschte Leserin, Karin Kropf. Da sich daraufhin aber nichts tat, meldete sie den Vorfall noch einmal per E-Mail.

Besonderes Gewicht erhält dieses Versäumnis dadurch, dass sich einige der befallenen Bäume vor der Dachsbergschule befinden. Stadtsprecher Thomas Gerlach bestätigte am Donnerstag, dass erneute interne Recherchen ergeben hätten, dass der Anruf tatsächlich am 1. Juni beim Ordnungsamt eingegangen und von dort an den zuständigen Baubetriebshof weitergeleitet worden sei: „Dort hat man die Eilbedürftigkeit aber nicht erkannt.“ Das sei erst durch die E-Mail von Karin Kropf erfolgt.

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