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Barbara Hatebur nähert sich dem Ruhestand.

Kommissarische Direktorin

Barbara Hatebur beendet Schulzeit nach 56 Jahren

FLAESHEIM - Seit ihrer Einschulung in die Volksschule 1961 hat Barbara Hatebur „die Schule“ eigentlich nie verlassen. Zum Ende des Schuljahres 2016/17 geht die kommissarische Schulleiterin der Flaesheimer Dachsberg-Grundschule in den Ruhestand. Wir haben mit ihr über ihre „Schullaufbahn“ und die Zeit danach gesprochen.

Wie verlief Ihre Schullaufbahn bislang?

Nach dem Referendariat habe ich zunächst Hausunterricht mit herzkranken Kindern gemacht, hatte eine kurze Stippvisite an einer Hauptschule sowie an einer katholischen Grundschule in Gelsenkirchen-Mitte, bevor ich 24 Jahre an der Barbara-Grundschule in Gelsenkirchen-Buer verbracht habe. 1997 wurde ich dort Konrektorin und wechselte 2008 auf die Konrektorenstelle direkt nach Flaesheim. Seit 2010, nach dem Ausscheiden von Margit Bilke, habe ich die kommissarische Schulleitung übernommen.

Was haben Sie in dieser langen Zeit als besonders prägend empfunden? Was konnten Sie selbst mitsteuern?

Durch die eigene Naturverbundenheit habe ich mit Klassen, auch aus Gelsenkirchen, unzählige Touren in die Natur nach Flaesheim unternommen, Bachläufe und Nabu-Gärten besucht. Selbst Waldspiele habe ich organisiert. Das war eins meiner zentralen Themen. Ich glaube, dass ich manches als Schulleitung mitgestalten und verändern konnte. Das aber nur mit einem Kollegium, das überzeugt werden kann, die gleiche Haltung hat und Ideen an die Praxis führt. Das Wichtigste ist: Das Kind steht im Mittelpunkt!

Welche Entwicklung in der Schulpolitik haben Sie bedauert?

Die Abschaffung der Schulkindergärten fand ich ganz schrecklich. Für viele Kinder war es eine schöne Vorlaufzeit. Jetzt kann ein Jahr drangehängt werden, ist aber nicht dasselbe.

Wie haben Sie die digitale Entwicklung in Schulen erlebt?

Das ist ein Medium, ein Arbeitsmittel unter vielen, das ich als sehr positiv auch in der Grundschule empfinde. Durch die richtige Anleitung und Portionierung können die Kinder schon hier etwas für ihren weiteren Lebensweg mitnehmen. Da ist die Dachsbergschule durch unseren Lehrer Marian Fernandes schon recht weit.

Sie sind mit einem Rektor verheiratet, Mutter zweier Töchter und Oma dreier Enkel. Wie sieht ihre Zukunft aus?

Ich freue mich schon darauf, dass ich nun außerhalb der Ferienzeit die Kinder besuchen und Enkel betreuen kann. Mein Ausgleich ist aber auch mein Garten und ich reise gern.

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