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Die Rampen hinunter zur Lippefähre Maifisch sollen mit Treppen entschärft werden.

Treppe in Planung

Zugang zur Flaesheimer Lippefähre wird verbessert

FLAESHEIM - Immer wieder gab es Kritik an den Wegen zur Lippefähre "Maifisch" in Flaesheim. Besonders ältere Leser, die mit ihren Fahrrädern den Fluss mithilfe der Fähre überqueren wollten, beschwerten sich über zu steile Rampen und rutschigen Boden. Nun hat der Lippeverband eine Lösung für das Problem vorgestellt.

Schon kurz nach Saisonbeginn 2016 hatte es immer wieder Klagen gegeben. „Obwohl andererseits viele Nutzer mit den Rampen offenbar keine Schwierigkeiten haben, ist dies auch für den Lippeverband nachvollziehbar. Daher wurden Überlegungen angestellt, wie man den Zugang zur Fähre optimieren kann“, teilt der Pressesprecher des Lippeverbandes, Michael Steinbach, mit. Treppen mit Schieberinnen sollen im unteren Teil der Rampen den Fährgästen künftig den Weg von und zu der Fähre erleichtern soll. Diese Lösung entspreche auch den Anforderungen des Naturschutzes in der Lippeaue.

Über etwa die halbe Breite der vorhandenen Wege sollen die Treppenstufen angelegt werden, neben denen ein Metallprofil zur Führung von Fahrrädern verläuft. „Solche Schieberinnen haben sich an zahlreichen Brücken und Überführungen seit Jahren bewährt. Da nur der halbe Weg in dieser Weise umgebaut wird, können sich sportliche Nutzer wie bisher auf der wassergebundenen Decke bewegen“, so Michael Steinbach. Auch sollen nicht die Rampen insgesamt umgebaut werden, sondern jeweils nur der untere Teil, der steiler ist als der obere.

Bei der Umsetzung der Planung, für die der Kreis nach Beteiligung des Naturschutzbeirats inzwischen grünes Licht gegeben hat, stand der Lippeverband vor der Frage, ob es Sinn macht, während der laufenden Saison umzubauen und die Fähre damit wochenlang außer Betrieb zu nehmen. „Jetzt fiel die Entscheidung, den Umbau sinnvoller außerhalb der Fährsaison – also zwischen November und März – vorzunehmen“, erklärt Michael Steinbach. Ab Ostern 2018 soll die Maifisch dann mit den umgebauten Rampen zur Verfügung stehen.

Eine Verlängerung der Rampen in Form von Serpentinen, um dadurch ein geringeres Gefälle zu erzielen, scheidet nach Auskunft des Lippeverbandes an dieser Stelle aus, weil dadurch im Naturschutzgebiet zusätzliche Fläche verbraucht würde. Bereits im Vorfeld hatte die Kreisverwaltung signalisiert, dass sie für eine solche Lösung keine Chance sieht.

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