Frisörin erfüllt sich Lebenstraum

HALTERN Waschen, schneiden, Fönen: Frisörin war schon immer der Traumberuf von Vivian Sickelko. Vor einem Jahr hat sie dann ihr "FrisörLädchen" eröffnet - und es keinen Tag bereut.

„Was soll's sein?“ – „Heute mal irgendwie anders. Was Neues? Geht das?“ Das nennt man doch eine präzise Aufgabenbeschreibung... Doch für Vivian Sickelko ist das kein Problem. Die Frisörmeisterin betrachtet den Kopf, das Gesicht – die Frisur von vorne, von hinten, von den Seiten. Stellt Fragen: Muss es morgens schnell gehen, wird geföhnt, Kurzhaar, Ohren frei, stufig. Sie prüft noch einmal das Werkzeug: Kamm, Schere, die Messer zum Ausdünnen, das Glätteisen. Sie stemmt die Arme in die Taille, sieht auf den Kopf. Kneift ein paar Mal die Augen zu. Haare waschen, einmal durchkämmen, dann teilt sie Strähne für Strähne ab und steckt sie mit schwarzen Klammern zurück. Sie tritt einen Schritt zurück und erklärt: „Mein Vorschlag ist...“

Selbstständigkeit

Obwohl so viele Frisöre in Haltern existieren, hat die 30- jährige Halternerin den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und vor einem Jahr hat das „FrisörLädchen“ eröffnet. Und es keinen Tag bereut. Trotz aller Schwierigkeiten. Immerhin hat die junge Frau eine kleine Familie: Ehemann Patrick und die beiden Töchter Lelia und Luana, fünfeinhalb und dreieinhalb Jahre alt. „Ohne die Hilfe der Eltern und Schwiegereltern sowie den Rückhalt durch meine Familie hätte ich meinen Traum nicht verwirklichen können.“

Platz für den Lebenstraum

Die junge Frau strahlt. Für sie war es nie eine Frage: Sie wollte schon immer Frisörin werden. Ausbildung, Meisterschule. Für Lelia und Luana nahm sie sich eine berufliche Auszeit, jobbte einmal wöchentlich halbtags, um im Beruf zu bleiben. Ein Haus-Umbau sollte den Kindern mehr Platz schaffen – und für ihren Lebenstraum. „Der Name, FrisörLädchen, ist Programm. Klein aber fein. Bei ,Salon‘ erwartet man mehr Plätze.“ Montag und Donnerstag, 9 bis 19 (im Sommer 21) Uhr, widmet sie sich ihrem Hobby. Montag ist Oma-/Opatag, Donnerstag sind die Mädchen lange im Kindergarten, und abends sorgt der Papa für die Kinder. Zum Ausgleich freut er sich mittwochs über den „Vatertag“.

Mutter und Geschäftsfrau

Am Anfang, erzählt Vivian Sickelko, „hatte ich Angst. Ohne meine Eltern hätte ich das finanziell nicht stemmen können. Auch die Verantwortung lastete auf mir. Schaffe ich das überhaupt? Was ist, wenn die Kinder krank sind? Bekomme ich alles unter einen Hut?“ Das hat sie geschafft: Sie ist liebevolle Mutter, selbstständige und gut organisierte Geschäftsfrau, natürlich und herzlich. – Sie holt den Spiegel: Der Schnitt vorne, hinten, die Seiten. Der Kundin gefällt’s. K Elke Rüdiger

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