6500 tote Bienen nach Verwüstung in Haltern

Diebe stehlen Bienenkönigin und zerstören Imker-Verschlag

Sythen - 6500 tote Bienen, die Königin gestohlen: Zum zweiten Mal haben Diebe den Verschlag von Hobbyimker Klaus Babiel an der Uphuser Straße in Sythen verwüstet.

Im Maschendrahtzaun des Verschlags an der Uphuser Straße klafft ein 40 mal 40 Zentimeter großes Loch. Von den Dieben aufgeschnitten, vermutet Klaus Babiel. Dadurch könnten die Täter ins Innere gelangt sein, um die Zuchtkönigin zu stehlen. Die Folge: Das Volk, das die Königin zum Überleben braucht, ist gestorben. Ebenso das Volk in der Box nebenan, der sogenannten Beute.

Imker-Verschlag bereits zum zweiten Mal in Folge verwüstet

Insgesamt 6500 Bienen, schätzt Babiel, sind gestorben. Womöglich auch, weil Tiere sich durch das Loch im Zaun ungehinderten Zugang zu dem Verschlag auf dem privaten Waldstück verschaffen konnten. Bereits im zweiten Jahr in Folge ist Klaus Babiels Verschlag von Bienendieben verwüstet worden. Schon im Winter 2016/2017 hatten sich Unbekannte Zugang zu seinen Völkern verschafft. Die Königin: spurlos verschwunden.

Die Natur hängt von den Bienen ab

Insgesamt 300 Euro Schaden, schätzt Babiel, sind ihm durch den diesjährigen Vorfall entstanden. "Ich ärgere mich", sagt Klaus Babiel. Seit zwölf Jahren züchtet der Hobbyimker Bienen. Die Leidenschaft dafür hat er von seinem Vater übernommen. "Bienen sind mein Hobby. Man hängt an den Bienen, wenn man sie aufpäppelt und durch den Winter zieht. Und man freut sich, wenn auch die Natur etwas davon hat."

Denn nicht zuletzt seien Bienen wichtig für die Natur: "Durch Bienen werden bis zu 25 Prozent mehr Blüten bestäubt als durch die reine Windbestäubung", sagt Babiel. Bei der Polizei hat Klaus Babiel wie im vergangenen Jahr auch Anzeige gegen unbekannt erstattet. Im vergangenen Jahr sei das Verfahren laut Babiel eingestellt worden.

"Solche Diebstähle kommen gelegentlich vor, eigentlich sind sie aber eher selten und hier im Umkreis nicht die Regel", sagt Joachim Charfreitag vom Imkerfachverein Haltern. Weil die Beuten meist in der freien Natur stehen, sei es schwierig, besondere Schutzmaßnahmen gegen Diebe zu treffen. Klaus Babiel will sich für die Zukunft weiter rüsten. Weil der Maschendrahtzaun, den Babiel nach dem ersten Vorfall gespannt hatte, nicht ausreichte, will er nun Baustahlmatten verbauen.

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